Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom-Aufsichtsratschef
Die Ermittler hegen den Anfangsverdacht, dass es sich bei den millionenschweren Zahlungen an Sommer um Untreue gegenüber den T-Aktionären handeln könnte und haben jetzt entsprechende Unterlagen und Dienstverträge angefordert. Zunächst hatte Winkhaus beschwichtigt, Sommer erhalte nur seine vertraglich zugesicherten Bezüge. Später konkretisierte er, dass es sich dabei um eine Summe von mindestens 11,6 Millionen Euro handele, so der Spiegel weiter.
Ob der Ex-Telekom-Chef zusätzlich seine umfangreichen Aktienoptionen behalten durfte, blieb dabei offen. Auch wegen des umstrittenen Aktienoptionsplans der Telekom muss sich Winkhaus vor den Ermittlern verantworten. Der Aufsichtsrat hatte dem achtköpfigen Vorstand im Jahr 2001 rund 1,7 Millionen Aktienoptionen gewährt.
Ein vernünftiges "Erfolgsziel", heißt es in der im Juli eingereichten Strafanzeige der Stuttgarter Anwälte Mark Binz und Martin Sorg, die Anlass der Untersuchungen ist, sei jedoch nicht definiert worden, zitiert der Spiegel.
Ein Winkhaus-Anwalt will den Ermittlern in Kürze eine Dokumentation samt Rechtsgutachten einreichen. Dann wollen die Staatsanwälte entscheiden, ob auch im "Zusammenhang mit dem Aktienoptionsplan der Anfangsverdacht strafbaren Verhaltens" besteht. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück, schrieb der Spiegel.
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