Aral vertreibt abhörsicheres Enigma-Mobiltelefon (Update)

T-TeleSec NetKey-Card sorgt für Verschlüsselung

Aral übernimmt ab Mitte Dezember 2002 exklusiv den Vertrieb des abhörsicheren Enigma-Mobiltelefons. Das neue Handy arbeitet mit einer digitalen Signatur auf einer zweiten Karte, die Mobil- oder Festnetzgespräche zu Geräten des Herstellers Beaucom verschlüsseln hilft.

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Enigma-Mobiltelefon
Enigma-Mobiltelefon
Das Dual-Band-GSM-900/1800-MHz-Gerät verfügt über ein Vollgrafikdisplay (106 x 56 Pixel) und kann mit Akkus der Kapazitäten 600 mAh, 800 mAh und 950 mAh betrieben werden, die eine Stand-by-Zeit von bis zu 320 Stunden und eine Sprechzeit bis zu 7 Stunden ermöglichen. Das Gerät wiegt unter 100 Gramm und verfügt über 100 interne und 200 Telefonbuch-Plätze im SIM und enthält eine T9-Worterkennung zum leichteren SMS-Schreiben und unterstützt Konferenzschaltungen.

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Enigma ist nach Herstellerangaben sowohl in allen deutschen Mobilfunknetzen als auch in den ausländischen Netzen uneingeschränkt nutzbar. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung des GSM-Standards durch den jeweiligen Netzbetreiber. Zusätzlich zum integrierten Verschlüsselungssystem verfügt es über viele Merkmale eines Business-Handys. Für die normalen (nicht verschlüsselten) Telefonate ist es nicht notwendig, ein anderes Handy zu verwenden, da die eingelegte SIM-Karte sowohl für verschlüsselte als auch für nicht verschlüsselte Gespräche verwendet wird. Die ursprünglich zugeteilte Mobilfunknummer bleibt erhalten. Es ist lediglich notwendig, die vorhandene SIM-Karte beim jeweiligen Betreiber für den Dienst "Datenübertragung" freischalten zu lassen.

Partner für die Verschlüsselung ist die Deutsche Telekom (T-Systems mit ihrem Produktbereich T-TeleSec), die dazu auf Chips von Infineon setzt.

Jedes Handy hat ein individuelles, im Trust Center der Deutschen Telekom generiertes und zertifiziertes Schlüsselpaar, das auf der eingesetzten, aktiven T-TeleSec NetKey-Card gespeichert ist. Jedes Enigma-Handy erhält ein individuelles Schlüsselpaar. Mit Hilfe dieser Schlüsselpaare und den beiden Chipkarten wird die Authentifikation der Gesprächspartner durchgeführt. Dieser Einmal-Schlüssel wird bei jedem Gespräch neu vergeben, nur für dieses eine Gespräch verwendet und aus 10 hoch 38 möglichen Kombinationen erzeugt.

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Mit diesem Schlüssel werden alle Signale/Daten codiert, die zwischen den Handys ausgetauscht werden. Wer diesen verschlüsselten Datenstrom anzapft, hört nur ein Rauschen, dessen Inhalt selbst mit den leistungsfähigsten Großrechnern nicht entschlüsselbar ist. Die Gesprächsqualität soll nicht beeinträchtigt werden.

Gespräche mit Festnetz- oder unter Festnetzteilnehmern können ebenfalls abhörsicher geführt werden. Hierfür wurde aus der LineCrypt-Familie der T- Systems/T-TeleSec das LineCrypt entwickelt, das das gleiche Verschlüsselungsverfahren verwendet wie das Enigma-Handy.

Wie bei Telefonaten zwischen zwei Enigma-Handys werden auch hier alle Funktionen automatisch mit der bereits eingebauten Net-Key-Card und dem darauf gespeicherten Zertifikat mit dem individuellen Schlüsselpaar gesteuert. Dazu schaltet man einfach das LineCrypt zwischen das vorhandene Endgerät (Telefon, Fax oder PC) und die ISDN-Steckdose (Plug 'n Play). Jedes Gespräch mit einem Enigma-Handy oder einem anderen LineCrypt ist dann sofort abhörsicher. Der Einsatz von LineCrypt-Geräten in der Vermittlungszentrale einer Telefonanlage ist möglich, bedarf aber einer individuellen Lösung, so der Hersteller.

Das Enigma-Handy und das LineCrypt-Gerät für das Festnetz sind für den offenen Betrieb konzipiert, d.h. alle Geräte der Enigma-Familie können untereinander verschlüsselt kommunizieren. Auf Wunsch kann auch eine geschlossene Benutzergruppe realisiert werden. Dies bedeutet, dass verschlüsselte Telefonate nur zwischen vorher registrierten Handys und Festnetz-Anschlüssen zugelassen werden. Es ist ebenfalls möglich, die Schlüsselverwaltung nicht durch das hochsichere Trustcenter, sondern durch einen kundeneigenen Sicherheitsdienst zu organisieren.

Nachtrag vom 25. November 2002:
Das Enigma-Handy kostet laut Aral Mobilfunk Partner KMT GmbH 2.750,- Euro, die NetKeyCard schlägt mit 50,- Euro zu Buche, während das Festnetztelefon LineCrypt I+ 1.850,- Euro kostet.

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xbpv060 11. Apr 2005

Ich würde es nehmen! Das nennt sich privatspäre. auch wenn euch allen das egal ist. ihre...

theultimate 06. Dez 2002

Kann ich nur beipflichten. Es gibt sehrwohl sehr viele sinnvolle Einsatzgebiete von...

0815 28. Nov 2002

Spitzenthese!!! ...aber dann bräuchte man doch nur alle, die sich so ein Handy kaufen...

Harald 28. Nov 2002

dummschwätzer



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