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Spieletest: Prisoner of War - Ausbruchsabenteuer im WKII

Screenshot #4
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Die Spannung im Spiel hält sich demzufolge auch in Grenzen, vor allem weil Fluchtversuche außer einem Kerkertag keine weiteren Konsequenzen haben und Zeitsprünge innerhalb des Tages ermöglichen, stupide Wartephasen zu überspringen. Ein Zeitkonto innerhalb der Missionen verhindert allerdings, dass man die Bestrafungen auf die allzu leichte Schulter nimmt. Eine Speicherfunktion, die man vor riskanten Aktionen nutzen sollte, reduziert das Risiko allerdings deutlich. Leider fehlt eine Kartendarstellung des Lagers, die man sich selbst am besten auf Papier anfertigen sollte, denn die Wegbeschreibungen, die man manchmal von seinem Mitgefangenen erhält, erfordern eine genaue Orientierungsmöglichkeit.

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Screenshot #5
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Das Spiel bietet Kampagnen in unterschiedlichen Gefangenenlagern, darunter auch das berühmte Oflag IVC Schloß Colditz und ein Stalag Luft. Die Ausgestaltung der Lager erhebt allerdings keinesfalls Anspruch auf Realismus. Das schlägt sich nicht nur in dem teilweise billigen List- und Tückerepertoire nieder, das das Spiel bietet, sondern auch in den deutlich an die Comedy-Serie "The Hogan Heroes" (dt. "Ein Käfig voller Helden") erinnernden Dialogen, dem typisch amerikanischen Verständnis der Deutschen und der peinlichen Pointierung ihrer Sprache. Die Musik im Spiel ist aber durchaus stimmig, die Geräuschkulisse ebenso.

Im Bereich Grafik wird das Spiel den Möglichkeiten, die Grafikengines bei der Charakteranimation und Landschaftsdarstellung bieten, bei weitem nicht gerecht. Die Spielfiguren erinnern auf Grund ihrer staksigen Bewegungsweise eher an Comic-Charaktere als an reale Figuren.

Fazit:
Prisoner of War hätte ein unterhaltsames Taktik- und Actionspiel werden können, wenn die Intelligenz der Bewacher besser, die Grafik opulenter, die Handlungsmöglichkeiten des Akteurs weitläufiger und die Atmosphäre dichter gewesen wären. Die Echtzeitbetrachung und 3D-Perspektive hebt das Spiel zwar technisch gegenüber Commandos hervor, aber die spielerische Umsetzung konnte die hohen Erwartungen, die der Hersteller geschürt hatte, bei weitem nicht befriedigen. Das PC-Spiel ist für zwischen 40 und 45 Euro im Handel erhältlich. Darüber hinaus gibt es noch PlayStation-2- und Xbox-Versionen.

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