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Private Anleger sehr skeptisch gegenüber Online Brokerage

Mit der Baisse kam der Vertrauensverlust

Der Abschwung an den Weltbörsen hat zu einer tiefen Verunsicherung der privaten Anleger in Deutschland geführt. Dies schlägt sich unter anderem in einer deutlichen Verringerung der Trading-Volumina nieder. Davon besonders betroffen sind vor allem Direct Broker, die ihr Kerngeschäft auf die Online-Abwicklung von Wertpapieren konzentriert haben: Annähernd 80 Prozent aller online investierenden Anleger haben nach eigenen Angaben als Folge der Börsenentwicklung die Anzahl ihrer Wertpapiertransaktionen deutlich verringert.

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Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Ausgabe des "Online Brokerage Monitors Deutschland 2002" des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens NFO Infratest aus München. Die Studie analysiert kontinuierlich den Online-Brokerage-Markt in Deutschland.

Die negative Lage der Online Brokerage-Anbieter darf allerdings nicht alleine auf eine zeitlich begrenzte Zurückhaltung der Anleger reduziert werden, die sich einfach durch wieder ansteigende Aktienkurse überwinden lässt, so die Finanzforscher von NFO Infratest weiter. Das eigentliche Problem liegt vielmehr auf einer tiefergehenden, emotionalen Ebene: So ist derzeit beinahe jeder zweite Online-Anleger davon überzeugt, dass die Online-Brokerage-Anbieter in den letzten Monaten viel Vertrauen bei ihren Kunden verspielt haben. Jeder dritte Online-Anleger glaubt, gerade in Zeiten schlechter Börsenentwicklung bei einer Filialbank mit persönlicher Beratung besser aufgehoben zu sein als bei einem Direct- bzw. Online-Broker. Jeder Fünfte hält die Online-Brokerage-Anbieter sogar verantwortlich für die Verluste vieler privater Anleger, da sie ihre Kunden nicht richtig informiert hätten.

Für die Online-Brokerage-Anbieter wird es nach Meinung der Studienautoren in den kommenden Monaten vor allem darum gehen, dem Vertrauensverlust bei den eigenen Kunden entgegenzuwirken. Entscheidende Bedeutung kommt dabei Maßnahmen im Bereich Online-Services und Beratung zu, die den Kunden in seinen Entscheidungen unterstützen und ihm das Gefühl von Sicherheit vermitteln können. Gerade diejenigen Online-Brokerage-Anbieter, denen dies gelingt, werden bei einer Erholung der Aktienmärkte mit einer Belebung ihres Online-Geschäfts rechnen dürfen.

Der "Online Brokerage Monitor Deutschland" von NFO Infratest (München) wird seit 1999 jährlich durchgeführt. Ziel ist die Analyse des Online-Brokerage-Marktes in Deutschland und seiner Kunden einschließlich Trendbetrachtungen. Untersucht und vergleichend dargestellt werden darüber hinaus das primäre Potential für Online Brokerage in Deutschland und dessen Verhaltensweisen und Ansprüche. Für die aktuelle Ausgabe 2002 wurden insgesamt 644 Online-Investoren und 303 Offline-Investoren in Deutschland befragt.


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James Bond 13. Nov 2002

Hi, Sichteinlagen sind pro Kunde bis 1,5 Millionen Euro gesichert, Wertpapiere gehoeren...

finki 13. Nov 2002

z.B. ein Online Broker Zahulungsunfähig wird? Die Cash Einlagen der Anleger sind ja wohl...



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