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Halbleiterindustrie 2002: Rückgang in fast allen Segmenten

Die Leiterplattenindustrie verzeichnet im Jahr 2002 einen deutlichen Rückgang des Inlandsmarktes um fast 15 Prozent auf ein Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro. Ursache ist die Schwäche in allen Abnehmersegmenten, mit gesunkenem Bedarf der Telekommunikationsindustrie von minus 20,0 Prozent, der Datentechnik von minus 16,4 Prozent, der Industrieelektronik von minus 12,4 Prozent sowie der Kfz-Elektronik von minus 8,8 Prozent. Der Inlandsmarkt für Integrierte Schichtschaltungen wird das laufende Jahr mit einem positiven Ergebnis von plus 3,8 Prozent abschließen. Grund ist die Nachfrage aus der Automobilelektronik.

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Zeigten die Abnehmersegmente im vergangenen Jahr deutlich unterschiedliche Entwicklungen, so zieht sich der Nachfragerückgang im laufenden Jahr durch nahezu alle Bereiche. Lediglich die Nachfrage aus der Kfz-Elektronik übt mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent über alle Bauelemente einen stabilisierenden Effekt auf den Inlandsmarkt aus. Die drei anderen wichtigen Abnehmer zeigen mit minus 15,9 Prozent im Bereich der Telekommunikation, minus 14,1 Prozent bei Industrieelektronik und minus 8,8 Prozent bei Datentechnik deutliche Einbußen.

Damit bleibt die Telekommunikation mit einem Anteil von 22,6 Prozent (3,71 Milliarden Euro) am Bauelementebedarf nach der Automobilelektronik mit 30,6 Prozent (5,04 Milliarden Euro) das zweitstärkste Marktsegment, knapp gefolgt von der Datentechnik mit 22,1 Prozent (3,64 Milliarden Euro). Die Industrieelektronik bleibt auf Platz vier und fragte 18,8 Prozent (3,1 Milliarden Euro) aller Bauelemente nach. Somit bleibt in Deutschland eine ausgewogene Abnehmerstruktur mit vier starken Segmenten erhalten. Hinsichtlich einer Stabilisierung des Inlandsmarktes ist dies als Vorteil zu sehen, der im letzten Jahr deutlich zum Tragen kam.

Im Vergleich zeigte der europäische Markt eine ähnliche Entwicklung wie der Inlandsmarkt. Mit einem Nachfragerückgang von insgesamt 9,7 Prozent erreicht der Markt für Bauelemente in Europa in diesem Jahr ein Volumen von 55,8 Milliarden Euro. In der Währung ausgedrückt, in der Bauelemente weltweit gehandelt werden, sind dies 52,3 Milliarden US-Dollar.

Der globale Bedarf an Bauelementen wird im laufenden Jahr fast exakt den Wert des letzten Jahres von 272,5 Milliarden US-Dollar (292,4 Milliarden Euro) erreichen. Begründet ist dieses Nullwachstum dabei in einem deutlichen Anstieg des Marktes in Südostasien mit 15,5 Prozent auf gut 91 Milliarden US-Dollar. In allen anderen Regionen der Welt sind Einbußen zu verzeichnen.

Auf Dollar-Basis ergeben sich Rückgänge in den einzelnen Regionen von 8,2 Prozent in Amerika, 6,3 Prozent in Europa, 4,2 Prozent in Japan und 4,2 Prozent in Afrika und Mittlerem Osten. Südostasien kann seinen Spitzenplatz am Weltmarkt mit voraussichtlich 33,5 Prozent vor Amerika mit 24,6 Prozent ausbauen. Auf Platz drei folgt Japan mit 20,8 Prozent. Europa liegt mit einem Anteil von 19,2 Prozent unverändert auf dem vierten Platz.

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