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Infineon mit mehr Verlust

Schwache Nachfrage und hoher Preisdruck machen Infineon zu schaffen

Infineon Technologies hat im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 5,21 Milliarden Euro erzielt, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ursache dafür sei die insgesamt schwache Nachfrage im Halbleitermarkt und der beträchtliche Preisdruck in allen Geschäftsbereichen, insbesondere bei Speicherprodukten. Trotzdem erzielte der Geschäftsbereich Automobil- und Industrieelektronik den bisher höchsten Quartals- und Jahresumsatz.

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Die Umsatzsteigerung von 16 Prozent im Jahresvergleich bei den Speicherprodukten resultiert aus dem höheren Produktionsvolumen infolge von Produktivitäts- und Kapazitätssteigerungen sowie einer Erhöhung des Bit-Wachstums. Diesen positiven Entwicklungen stand ein Umsatzrückgang in den Kommunikations- und Chipkarten-IC-Segmenten gegenüber, der im Wesentlichen auf die dramatisch reduzierten Investitionen globaler Netzbetreiber, die schwache Nachfrage und den insgesamt starken Preisdruck zurückzuführen ist.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Geschäftsjahr 2002 lag bei minus 1,14 Milliarden Euro, gegenüber minus 1,02 Milliarden Euro im Vorjahr. Ursachen dafür waren hauptsächlich der anhaltende Preisdruck in der Branche und die rückläufige Nachfrage in den Kommunikations- und Chipkarten-IC-Segmenten, insbesondere während der ersten Jahreshälfte.

Der Nettoverlust betrug 1,02 Milliarden Euro gegenüber einem Nettoverlust von 591 Millionen Euro im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Im Nettoverlust enthalten sind nicht ausgabenwirksame Aufwendungen in Höhe von 275 Millionen Euro für Steuerrückstellungen.

"Der Ausblick für die kommenden Monate zeigt noch keine eindeutigen Anzeichen für einen nachhaltigen Anstieg der Nachfrage. In einem schwierigen Marktumfeld haben wir unseren Umsatz in allen Logiksegmenten über die letzten vier Quartale um 25 Prozent gesteigert. Wir sehen derzeit eine Stabilisierung der Nachfrage in der Mobilkommunikation und einen moderaten Anstieg in der Automobilelektronik. Die Entwicklung der Nachfrage in den Segmenten drahtgebundene Kommunikation und Chipkarten bleibt bis zum Ende unseres zweiten Geschäftsquartals ungewiss. Wir erwarten auch, dass der Preisdruck in allen Bereichen während der kommenden Monate anhält", erklärte Dr. Schumacher. Im Markt für Mobiltelefone sieht Infineon eine Stabilisierung der Nachfrage, die im Wesentlichen auf die fortschreitende Etablierung der aktuellen Generation von GSM-/GPRS-Geräten zurückzuführen ist.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2003 erwartet Infineon einen insgesamt positiven Trend im Markt für Sicherheits- und Chipkarten-ICs, bis zum Frühjahr 2003 allerdings eine rückläufige Marktentwicklung. Das Unternehmen erwartet ein Wachstum hauptsächlich bei Anwendungen für elektronische Zahlungsmittel und Identifikations-Applikationen.

Das Marktumfeld für Telekommunikationsinfrastruktur werde voraussichtlich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2003 schwierig bleiben, da die globalen Netzbetreiber auch weiterhin nur in geringem Umfang Investitionen tätigen werden. Im Bereich Breitband-Zugangslösungen (ADSL/VDSL) erwartet Infineon jedoch - insbesondere in Asien und Japan - ein moderates Wachstum für das laufende Geschäftsjahr.

Trotz der aktuell steigenden Nachfrage und des Preisanstiegs im Bereich Speicherprodukte sei es noch zu früh, um von einer nachhaltigen Verbesserung des Marktes auszugehen. Infineon werde sich auch weiterhin darauf konzentrieren, die Kosten für seine DRAM-Produktion zu senken, das DRAM-Produktportfolio zu erweitern und den Produktmix der Speicherprodukte zu verbessern.

"Wir denken, dass wir durch unsere 300-mm-Technologieführerschaft in Kombination mit unseren strategischen Allianzen in Taiwan zusätzliche Marktanteile gewinnen und als eines der ersten Unternehmen bei einer Erholung des DRAM-Marktes profitabel wachsen werden", so Schumacher.

"Unser ehrgeiziges strategisches Ziel ist es, zu einem der Top-Vier-Halbleiterunternehmen zu gehören und unseren weltweiten Marktanteil auf sechs Prozent zu verdoppeln. Wir gehen davon aus, dass Infineon hauptsächlich durch organisches Wachstum, unterstützt durch Kooperationen und strategische Akquisitionen wachsen wird. Wir werden unser starkes Produkt- und Technologieportfolio, unser System-Know-how und unsere strategischen Partnerschaften nutzen, um zur Profitabilität zurückzukehren. Die Ausweitung unseres Lösungsgeschäfts wird dabei ein wichtiger Bestandteil bei der Implementierung unserer Strategie in den nächsten Jahren sein."


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