Sony Japan bringt Linux-basierten Digitalvideorekorder
Dank eines integrierten elektronischen Programmführers (EPG), der per Internet-Anbindung aktualisiert wird, soll der CoCoon CSV-E77 einfach per Tastendruck Sendungen zur Aufzeichnung vormerken können, wie man es von ähnlichen Geräten kennt. Darüber hinaus soll das Gerät auch entsprechend des Fernsehverhaltens seiner Nutzer selbst Sendungen vorschlagen und automatisch aufnehmen können. Dank einer speziellen Sony-Website sollen Aufzeichnungen auch aus der Ferne per Webbrowser programmiert werden können, wie es etwa auch tvtv.de mit verschiedener Hardware – wie etwa Dazzles tv4me-PCI-Steckkarte für PCs – erlaubt.
Das Fernsehprogramm wird mittels VHF-/UHF-/Kabeltuner empfangen, ein Digital-TV-Tuner ist nicht enthalten. Es können externe Videoquellen wie Satelliten-Receiver oder Set-Top-Boxen angeschlossen werden. Die Netzwerkanbindung erfolgt mittels integrierter 10-Mbps-Ethernet-Schnittstelle. Kern des CoCoon CSV-E77 ist ein 350-MHz-MIPS-Prozessor, als Betriebssystem wird MontaVistas Linux Professional Edition 2.1 eingesetzt.
Laut Sony handelt es sich bei dem CSV-E77 um das erste Gerät der CoCoon-Serie, weitere Audio-Video-Heim-Entertainment-Geräte sollen folgen. In Japan ist der CoCoon CSV-E77 seit Anfang November für 130.000,- Yen verfügbar, was umgerechnet etwa 1.100,- Euro zzgl. Mehrwertsteuer entspricht. Auf Nachfrage bei Sony Deutschland erklärte man gegenüber Golem.de, dass es derzeit noch keine definitive Entscheidung gebe, derartige Digitalvideorekorder auch in Europa anzubieten. Möglich sei es zwar, dass die Geräte auch nach Europa kommen würden, aber es sei noch nicht geplant.