Online-Verkauf von CDs geht drastisch zurück
Die Analyse stützt sich auf das Verhalten von 1,5 Millionen Internet-Nutzern in den USA. Demnach wurden im dritten Quartal 2002 durch den Online-Verkauf von Musik (Musik auf physischen Datenträgern wie CDs sowie Streaming) 545 Millionen US-Dollar umgesetzt, was im Vergleich zu den im Vorjahreszeitraum erzielten 730 Millionen US-Dollar einem Rückgang von 25 Prozent entspricht. Der Umsatzrückgang würde sich zudem mit jedem Quartal weiter beschleunigen, während Online-Verkäufe anderer Produkte beständig zunehmen – zuletzt um 30 Prozent im dritten Quartal 2002.
Zwar ginge der Umsatz von Musik derzeit generell zurück, während die gesamte ausgelieferte Menge an Tonträgern aber nur sieben Prozent unter dem Wert des Vorjahres liege, sei der Rückgang beim Online-Verkauf weitaus höher. Schuld daran sollen die populären Tauschbörsen sein: "Es gibt derzeit sicherlich eine ganze Reihe von Faktoren, die das Verhalten der Konsumenten beeinflussen, der große Umsatzrückgang im Online-Bereich scheint aber ein Beleg dafür zu sein, dass Tauschbörsen und das Brennen von CDs einen deutlich bemerkbaren negativen Einfluss auf den Musikverkauf unter Internet-Nutzern haben", so Peter Daboll, Division President von comScore Media Metrix, einer Geschäftseinheit von comScore Networks.
Laut comScore Networks hat sich die Nutzerzahl der Tauschbörsen Kazaa und Morpheus von etwa 1 Million im zweiten Quartal 2001 auf 4,6 beziehungsweise 7,1 Millionen im ersten Quartal 2002 erhöht. Insgesamt seien die sechs führenden Tauschbörsen im September 2002 von über 14 Millionen Internet-Surfern genutzt worden.
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