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Infineon will Moore's Law übertrumpfen

In kostensensitiven Embedded-Systemen kann mit MyVP eine Leistungssteigerung bis zum Faktor 10 erreicht werden, wenn man etwa davon ausgeht, dass ein 400-MHz-Prozessor mit einem preiswerten externen 40-MHz-Flashspeicher eingesetzt werden soll, so Infineon. In herkömmlichen Systemen würde der Prozessor hier 90 Prozent seiner Zeit durch Wartezyklen, bedingt durch den deutlich langsameren Speicher, verschwenden. Mit der MyVP-Technologie arbeitet der Embedded-Prozessor wie mehrere separate "virtuelle" Prozessoren, verspricht der Hersteller. Wenn dann einer dieser Prozessoren warten muss, kann ein anderer "virtueller" Prozessor die weitere Abarbeitung seiner Aufgaben übernehmen, wodurch die eigentliche Rechenleistung des Prozessors zu 100 Prozent genutzt wird.

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In typischen Embedded-Systemen müssen Entwickler oft einen Kompromiss zwischen teuren, schnellen Speicher-Chips oder langsameren, aber dafür preiswerteren Speichern eingehen. Dann werden für zeitkritische Aufgaben Befehle in schnellen Speicherchips gespeichert, während für andere Aufgaben bzw. Befehle separate preiswerte, aber langsamere Speicher genutzt werden. Dieses Speicherproblem ist zwar allen Computersystemen gemein, aber bei Embedded-Systemen wie z.B. in der Consumer-Elektronik besonders wichtig, wo bereits geringste Kostenunterschiede über den Erfolg eines Produktes entscheiden können. Um Kosten zu sparen, wollen Entwickler den Anteil der schnellen Speicher ohne Performance-Einschränkung reduzieren. Mit MyVP sollen die Speicherkosten gesenkt werden, während gleichzeitig die Leistungsfähigkeit sogar noch gesteigert wird.

Verzögerungen beim Speicherzugriff können beispielsweise die Effizienz eines Basisband-Prozessors in einem Mobiltelefon um den Faktor 3 reduzieren: ein für 150 MHz ausgelegter Prozessor arbeitet dann praktisch nur mit 50 MHz. Mit der MyVP-Technologie kann das entsprechende Mobiltelefon mit einem Prozessor entwickelt werden, der die gleiche Leistung mit der deutlich geringeren Taktfrequenz erreicht. Dadurch kann wiederum die Batterielebensdauer erhöht oder die Batteriegröße reduziert werden, ohne weitere Änderungen im Design vorzunehmen, so Infineon.

Die Verbesserung der Effizienz und die Verringerung der Speicherkosten eröffnet für Emdedded-Prozessor-Systeme völlig neue Anwendungen. Beispielsweise sind die Aktivitäten von Infineon im Bereich der Wearable Electronics ein Feld, wo die MyVP-Technologie erweiterte Möglichkeiten bei geringeren Kosten für neue Produkte verspricht. GPS und andere Navigationstechnologien können so z.B. in die Kleidung integriert werden, während genaue, preiswerte medizinische Sensoren mit drahtlosen Datenverbindungen die Gesundheitsvorsorge und Pflege erleichtern könnten.

"MyVP ist ein Beispiel dafür, wie technologische Innovationen von Infineon die Entwicklung von neuen Produkten in den von uns bedienten Märkten vorantreiben und dabei gleichzeitig neue Bereiche erschließen, wo digitale Technologien das Leben wesentlich erleichtern können", ergänzte Dr. Mehrgardt. "Wenn man bedenkt, dass diese neue Technologie nur einen winzigen Teil des Mikrochips beansprucht, dann zeigt dies eindrucksvoll, wie durch ein intelligentes Design die Vorteile der Computer-Technologie für viele Lebensbereiche genutzt werden können."

 Infineon will Moore's Law übertrumpfen
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Christoph Moder 06. Nov 2002

Schwachsinn, was Infineon da verzapft! Sie tun so, als würden sie die Prozessorleistung...

suxx 05. Nov 2002

An "Moore's Law" glauben doch nur Leute die Moorhuhn spielen und auch an Murphys Gesetz...

Philipp Pieper 05. Nov 2002

Langsam zeichnet es sich ab, daß Moores Law nur eine punktuelle Betrachtung war und...


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