Samsung stellt 46-Zoll-TFT-Panel vor
Das Panel wiegt 18 kg und misst 110,3 x 62,9 x 5 cm. Seiner Größe zum Trotz soll der neue Riesenbildschirm eine Bildaufbauzeit von nur 12 Millisekunden aufweisen, deutlich unter dem marktüblichen Wert von 25 Millisekunden für schnellere, Multimedia- und DVD-taugliche TFT-Displays. Dadurch soll das neue 46-Zoll-TFT-Panel selbst schnellste Videosequenzen absolut schlierenfrei darstellen und eine altbekannte Schwäche der Flachbildschirme vollständig aufheben, verspricht Samsung.
Beeindruckend klingt auch das Kontrastverhältnis von 800:1, das seinerseits über dem Branchendurchschnitt der TFT-Displays liegen soll. Samsung erreicht die Rekordwerte durch den Einsatz der eigenentwickelten PVA-Technologie (Patterned Vertical Alignment), die das Hightech-Unternehmen als "anspruchsvollste TFT-Variante" bezeichnet. Dank PVA bietet der Schirm zudem einen Einblickwinkel von bis zu 170 Grad aus allen Richtungen.
Mit einer hohen Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten in einer Pixelgröße von 0,795 Millimetern und einem Seitenverhältnis von 16:9 soll der Rekordschirm alle wesentlichen Anforderungen der HDTV-Norm (High-Definition TV) erfüllen. Das Gerät stellt 16,7 Millionen Farben mit einer Helligkeit von 500 Candelar pro Quadratmeter dar.
Samsung stellte das 46-Zoll-TFT-Panel als Prototyp anlässlich der Eröffnung einer neuen Fertigungsstätte für TFT-Panels in China vor. In der ersten Hälfte 2003 will der Konzern die Massenproduktion des neuen TFT-Riesen aufnehmen. Vor einem Jahr noch kündigte der Hersteller die erfolgreiche Entwicklung von 40-Zoll-TFT-Panelen an. Mitte 2002 folgte die Ankündigung, dass man ab Ende des Jahres 62-Zoll-Plasma-Panele im 16:9-Format fertigen wolle. Samsung selbst vertreibt derzeit 16:9-Plasma-TVs mit Bildschirmdiagonalen von 42 und 50 Zoll, bei den 16:9-LCD-TVs sind es lediglich 15 und 17 Zoll.
Samsung produziert TFT-Panels für Monitore und Fernsehgeräte, die sich auch in Geräten anderer Hersteller finden. Der 1938 in Korea gegründete Hightech-Konzern sieht sich mit 12.600 Beschäftigten (von insgesamt 175.000 Mitarbeitern) in der Forschung und Entwicklung zurecht als eine der weltweit führenden "Technik-Brutstätten". Samsung betreibt über 300 Niederlassungen, mehr als 30 Forschungseinrichtungen und über 45 Fertigungsstätten. In Deutschland ist Samsung mit 3.000 Beschäftigten in zwölf Unternehmen einschließlich einer Bildröhrenfabrik in Berlin präsent.
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