Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft und Freedom Scientific bringen PDA für Blinde

WindowsCE-PDA PAC Mate soll mobilen blindengerechten Computerzugang bieten. Microsoft und der US-Hersteller Freedom Scientific haben ein Gerät entwickelt, das als PDA-artiges Gerät für Blinde fungieren soll. Der PAC Mate ist mit WindowsCE ausgerüstet, besitzt natürlich kein Display und verfügt über eine von Freedom Scientific entwickelte Vorleseeinrichtung namens JAWS, die auch schon in anderen Geräten dieses Herstellers Verwendung findet. Als Sprachsynthesizer kommt Eloquence in mehreren Sprachen zum Einsatz.
/ Andreas Donath
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Jaws soll herkömmliche WindowsCE-Programme für Blinde verständlich "darstellen", indem Menüs, Aktionen und sonstige Interaktionen in Sprache ungesetzt werden sollen. So können nach Herstellerangaben auch Anwendungen, die nie für Sehbehinderte konzipiert wurden, diesen zugänglich gemacht werden. Der PAC Mate BNS mit Braillezeile ist zudem mit leicht erfühlbaren Steuertasten für die Navigation und die Bestätigung einiger Aktionen ausgerüstet. Der PDA kann auf Grund des fehlenden Displays viel länger ohne Netzstrom auskommen als herömmliche Vertreter der Art-Mobil-Rechner. Bis zu 18 Stunden soll eine Akkuladung reichen.

Der PAC Mate ist mit USB, Compact Flash und Infrarotanschluss sowie einem PCMCIA-Slot versehen, mit dem per Steckmodem (119,- US-Dollar) auch Internetverbindungen aufgenommen werden können. Natürlich kann man auch andere PCMCIA-Geräte betreiben - optional soll später vom Hersteller auch noch ein GPS-System hinzukommen. Den PAC Mate gibt es zunächst in einer Version mit Acht-Punkt-Braille-Zeile und in einer anderen Version für Anwender, die mit dem QWERTY-Keyboard vertraut sind.

Die Geräte sollen zwischen 750 Gramm (Braille-Modell) und 1.000 Gramm (Tastaturmodell) wiegen und sind rund 20 cm bzw. 25 cm breit und rund 15 cm hoch. Beide Geräte kosten in den USA je 2.595,- US- Dollar und sollen gegen Ende 2002 erscheinen. Auch auf den deutschen Markt sollen die Geräte Ende 2002 kommen und dann je 2.950,- Euro zzgl. Mehrwertsteuer kosten.

Von den teschnischen Komponenten beruht der PAC Mate auf dem iPAQ H3850 von Hewlett-Packard mit Strong-ARM-Prozessor (206 MHz), 64 MByte RAM und 32 MByte Flash-ROM.


Relevante Themen