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Spieletest: Archangel - Fantasy-Action am PC

Neuer Action-Titel von JoWooD. Im Gegensatz zu den Spielekonsolen kommt der PC leider viel zu selten in den Genuss von Action-Titeln, in denen nicht nur geballert, sondern auch mit Schwert und anderen Handwaffen den Bösewichten gegenübergetreten werden muss. Mit Archangel präsentiert JoWooD nun ein derartiges Spiel, das leider aber zweifellos nicht alle kampflustigen Computerspieler zufrieden stellen wird.
/ Thorsten Wiesner
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Dabei ist der Beginn noch recht vielversprechend: Nachdem der eigentliche Hauptcharakter bei einem Autounfall ums Leben kommt, wacht er unerwartet in einer Kirche wieder auf. Dort erfährt er davon, dass das Schicksal ihn auserwählt hat, gegen die Mächte des Bösen anzutreten – und genau das macht man fortan dann auch.

Allerdings ist für diese Aufgabe offensichtlich nicht viel Hirnschmalz vonnöten, die meiste Zeit ist man damit beschäftigt, Bösewichte einen Kopf kürzer zu machen. Zwar führt man des Öfteren auch Gespräche mit diversen Charakteren, die dienen allerdings höchstens dazu, die Story voranzutreiben, wirkliche Rätsel oder dergleichen gibt es kaum. Zumindest bei den Örtlichkeiten bewies man dafür Einfallsreichtum, muss man zunächst noch im finsteren Mittelalter kämpfen, darf man später auch das futuristische Berlin heimsuchen oder gleich in die Katakomben des Bösen hinabsteigen.

Je nach Szenario unterschieden sich natürlich auch die Waffen – während man zunächst über Schwerter, Äxte und Bogen verfügt, darf man dann später auch zu Pistolen und MGs greifen. Zusätzlich verfügt man über heilige Spezialfähigkeiten, die mit jedem Sieg weiter ausgebaut werden – unter anderem kann man sich dann schneller regenerieren oder für begrenzte Zeit unsichtbar werden.

Leider sieht das Ganze optisch recht altbacken aus: Auch wenn die Szenerien prinzipiell recht stimmungsvoll gestaltet sind, fällt doch die teilweise sehr niedrige Detailrate und die etwas holperige Animation der Charaktere unangenehm auf. Ebenso unschön ist die Tatsache, dass man sich in den weiten Arealen oft und gerne mal verläuft, eine Karte oder zumindest einen Kompass hat man dem Helden leider nicht spendiert.

Fazit:
Wer unkomplizierte Hau-Drauf-Action mag, könnte an Archangel Gefallen finden, ansonsten muss aber festgehalten werden, dass JoWooD aus einer guten Grundidee zuwenig gemacht hat: Die Story ist nur zu Beginn wirklich faszinierend und wird bald sehr eintönig, das Gameplay beschränkt sich auf ständiges Schlagen und Schießen. Da zudem auch die Präsentation etwas altbacken wirkt, gibt es sicherlich eine ganze Reihe von Action-Titeln, für die man eher sein Geld ausgeben sollte.


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