Spieletest: Fussballmanager Fun - Management leicht gemacht
Neues Spiel von Heart-Line. Fussballmanager-Programme gibt es fast genauso lange wie es Computerspiele gibt, die Faszination daran, am PC seine Traummannschaft zusammenzustellen und sie zum Meistertitel zu führen, ist ungebrochen. Mit Fussballmanager Fun versucht nun wieder ein neuer Titel, am Thron des Platzhirschen "Anstoss" zu kratzen.
Dabei verbirgt sich hinter dem Titel das Entwicklungsteam von Heart-Line, das Kennern der Materie natürlich alles andere als unbekannt ist – zuletzt konnte man mit dem Kicker Fussballmanager 2 einiges an Lob einheimsen. Eben dieser Titel stand auch Pate für den Fussballmanager Fun, die spielerischen Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.
Prinzipiell hat man hier dasselbe zu tun wie bei den meisten anderen Fussballmanagern auch: Man kauft und verkauft Spieler, stellt ein Trainingsprogramm zusammen und sorgt unter anderem in Verhandlungen mit Werbepartnern dafür, dass auch die eigenen Finanzen in Ordnung sind. Sind dann alle Vorbereitungen für ein Spiel getroffen, kann der eigentliche Kick losgehen, bei dem man dann allerdings zum Zuschauen verdammt ist. In Echtzeit wird dann eine optisch sehr bescheidene Partie ausgetragen, in der man dann seinen Mannen die Daumen drücken kann.
Antreten kann man in nationalen und internationalen Ligen, zudem darf man sich zu Beginn eines von neun verschiedenen Startländern aussuchen. Spieler- und Teamdaten können nach eigenem Gusto mit Hilfe des Editors geändert werden, und wer lieber mit Freunden zum virtuellen Kick antritt, kann mit insgesamt bis zu vier Spielern an einem Bildschirm sein Glück versuchen.
Im direkten Vergleich zum letzten Kicker-Manager bietet der Fussballmanager Fun eine ganze Reihe weniger Optionen, so ist es wie bereits angesprochen nicht mehr möglich, taktisch in laufende Partien einzugreifen, zudem kann man auch nicht mehr zwischen mehreren Partien eines Spieltages hin- und herschalten, sondern muss sich auf die eigene Partie beschränken. Zum Teil ist dieses "abgespeckte" Gameplay aber zweifellos auch gewollt – das Spiel richtet sich schließlich eindeutig an Anfänger, die nicht mit allzu vielen Optionen überfordert werden sollen.
Bei der Bedienung des Spieles wurde diese Einsteigerfreundlichkeit besonders gelungen umgesetzt, sämtliche Menüs sind durch wenige Klicks zu erreichen, alle Buttons sind auf Grund ihrer Beschriftung oder kleiner Piktogramme mehr oder weniger selbsterklärend, eine lange Einarbeitungszeit ist somit nicht vonnöten. Profis hingegen werden sicherlich enttäuscht sein auf Grund der im Vergleich zu "Anstoss" sehr geringen Optionenvielfalt.
Fazit: Anstoss ist vielseitiger und bietet mehr Tiefgang, die Konkurrenz von Electronic Arts sieht deutlich besser aus – für wen ist also der Fussballmanager Fun noch wirklich interessant? Nun, auch wenn erfahrene Manager hiervon lieber die Finger lassen, bietet der Titel doch einen guten Einstieg ins Genre – gerade Anfänger könnten mit diesem Titel auf Grund seiner Übersichtlichkeit und der einfachen Spielbarkeit glücklich werden. Ob diese Zielgruppe allerdings groß genug ist, um den Fussballmanager Fun zu einem Erfolg werden zu lassen, bleibt abzuwarten.