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TCPA - "Sicherer Chip" knebelt den PC

Entmündigte PC-Anwender als Folge restriktiver Copyrightschutzmaßnahmen

"Mehr Sicherheit für den PC" versprechen die von Intel geleitete Trusted Computing Platform Alliance, kurz TCPA, und Microsofts Palladium-Initiative. Was dem Anwender als Schutz vor Viren und Würmern schmackhaft gemacht wird, zielt aber vor allem auf Raubkopien und kann auch die legale Nutzung von Dateien und Programmen erheblich einschränken, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 22/02.

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Heutige PCs sind sicherheitstechnisch praktisch außer Stande, Software effektiv vor Angriffen zu schützen, aber mit dem TCPA-Modell will die PC-Industrie diesen Missstand beseitigen. Die zentrale Komponente ist ein ins Motherboard integrierter Verschlüsselungschip, dessen Entwicklung bereits abgeschlossen ist. Er wacht darüber, ob an der Hardware gepfuscht, Software ohne Lizenz genutzt oder ein Dokument ohne Erlaubnis geöffnet wird.

Auf den ersten Blick erscheint diese Erweiterung der PC-Architektur als vielversprechender Weg, den PC sicherer zu machen. Doch TCPA setzt eine Zertifizierung aller Rechner-Komponenten und Programme voraus - die Kosten dafür werden die Hersteller auf die Kunden abwälzen müssen. Zudem muss der PC bei jeder Änderung an der Hardware neu zertifiziert werden, damit der Rechner TCPA-konform bleibt, mutmaßt die c't.

Die Software muss ebenfalls zertifiziert werden und eicht sich bei der Installation auf den aktuellen PC. Damit verhindert TCPA den Wiederverkauf von Software, die man nicht mehr braucht - rechtlich bleibt das zulässig, doch TCPA soll es faktisch unmöglich machen. Damit würden die Hersteller unter dem Deckmäntelchen der besseren Sicherheit endlich das erreichen, was sie in ihren Lizenzvereinbarungen nicht geschafft haben: nämlich unübertragbare Software.

So ganz nebenher funktionieren TCPA und Palladium den PC zum "Trusted Client" für die Verwaltung digitaler Rechte (DRM) um. Die Unterhaltungsindustrie, die die Nutzung digitaler Inhalte auch nach der Übertragung auf einen fremden Rechner unter Kontrolle behalten will, sieht in den neuen Sicherheits-Konzepten die lang erhoffte Lösung gegen Raubkopien ihrer Inhalte. Für den Anwender trägt die vermeintliche Sicherheit einen hohen Preis: Künftig herrscht im PC nicht mehr dessen Besitzer, sondern Intel, Microsoft und die Unterhaltungsindustrie, meint die c't.


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alfred p. 21. Feb 2003

nicht nur das mit tcpa, quasie der Computerkäufer und Besitzer faktisch enteignet wird...

erwin 16. Jan 2003

auch ganz interessant: www.stop1984.de

Walter Bornemann 30. Dez 2002

Genau das ist der richtige Weg : Ziviler Ungehorsam. es ist fünf vor zwölf, wenn nicht...

[MoRE]Mephisto 26. Dez 2002

Nach den aktuellen Artikeln in der c't 26/2002 ist mir letztendlich der Kragen geplatzt...

M.L. Schuermann 19. Dez 2002

George Orwell: 1984 Dauert nur halt ein wenig länger....



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