Spieletest: Super Mario Sunshine - Klempner in Hochform
Erster Auftritt des Nintendo-Maskottchens auf dem GameCube. Ein wenig bizarr ist es schon: Während andere Hersteller auf süße, knuddelige Charaktere setzen, ist das Maskottchen von Nintendo ein übergewichtiger Klempner mit Schnauzbart – normalerweise nicht gerade die Art von Person, die Spielefreaks weltweit ins Herz schließen. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Latzhosenträger nun aber schon ein Garant für grandiose Spiele und große Verkaufserfolge, und daran wird sich auch auf dem GameCube wohl nichts ändern.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Denn mit Super Mario Sunshine erlebt das kleine Pummelchen nicht nur seinen ersten Auftritt auf der neuen Nintendo-Konsole (nachdem Bruder Luigi in Luigis Mansion bereits Geister jagen durfte), sondern stellt auch einmal mehr unter Beweis, wie spielbar und abwechslungsreich ein Jump&Run gestaltet sein kann.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Allerdings ist es diesmal gar nicht so einfach wie gewohnt, die einmal mehr meist süßen und putzig animierten Gegner zu besiegen. Der Grund dafür ist unter anderem die neue, an Marios Rücken hängende Wasserspritze, mit der unser Held zwar eine Reihe von Dingen anstellen kann – wie etwa Dreck beseitigen, Gegenstände verschieben oder sie als Propeller und für Riesensprünge zu benutzen – die aber ein wenig Einarbeitungszeit beansprucht, bis man ihre Steuerung beherrscht.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Aktiviert wird die Spritze mit der R-Taste, mit dem Stick gibt man dann die Richtung des Wasserstrahles vor. Natürlich ist der Wasservorrat nicht unbegrenzt, sobald sich die Tankfüllung dem Ende neigt, muss man also einen Brunnen oder Ähnliches ausfindig machen, wo "nachgetankt" werden kann. Der Grund für dieses seltsame Accessoire wird in der Hintergrundgeschichte erklärt: Nachdem Mario auf einer an sich idyllischen Insel gelandet ist, wird er dort von den Einheimischen beschuldigt, das Urlaubsparadies verschmutzt zu haben. In Wirklichkeit war das natürlich nicht der wie immer über jeden moralischen Zweifel erhabene Handwerker, sondern ein hinterhältiger Mario-Doppelgänger, fortan wird man aber dennoch dazu verurteilt, das Eiland wieder zu säubern und die überall zu findende Graffiti zu beseitigen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Natürlich kommt man dabei auch Schritt für Schritt dem verantwortlichen Bösewicht auf die Spur, sammelt wie im Super-Mario-Vorgänger auf dem N64 für das Weiterkommen benötigte Sterne ein und erkundet nach und nach unterschiedliche Örtlichkeiten wie etwa wunderschöne Comic-Strände oder einen Vergnügungspark. Die Aufgabenvielfalt ist wieder recht groß – neben den Kämpfen gegen einfallsreiche Gegner wie etwa große Dreckpflanzen gibt es auch zahlreiche Unter-Aufgaben, etwa Wettrennen gegen den mysteriösen Doppelgänger sowie diverse Geschicklichkeitspassagen, die allerdings mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sind: Die teils sehr kniffligen Aufgaben werden Jump&Run-Einsteiger sicherlich zur Verzweiflung bringen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Optisch ist Super Mario Sunshine leider nicht ganz so prachtvoll wie man auf Grund der langen Entwicklungszeit eigentlich hätte erwarten können: Zwar sind sämtliche Welten auf der Insel knallbunt und vermitteln zusammen mit den witzigen (teils aus alten Mario-Spielen übernommenen und aufgepeppten) Sounds eine sehr fröhliche Atmosphäre, die Texturen sind aber oft ein wenig verwaschen und wirken teils etwas lieblos – ganz im Gegensatz zum ansonsten hervorragenden Gamedesign des Titels.
Fazit: Optisch wäre sicherlich ein wenig mehr möglich gewesen, aber auch so ist Super Mario Sunshine ein herausragendes Jump&Run und eine mehr als würdige Fortsetzung der legendären Spielreihe. Die Wasserspritze mit ihren vielfältigen Möglichkeiten sorgt für ganz neue Spielmomente, die zahlreichen Aufgaben, die witzigen Gegnerscharen und die fröhliche Präsentation machen den Titel zu einem süchtig machenden Vergnügen – das Spiel ist wahrscheinlich das derzeit beste erhältliche Mittel gegen Herbst-Depressionen und Langeweile.