ELSA meldet sich zurück - zumindest als Marke
Nicht überraschend ist, dass auch die "Neue ELSA GmbH" Produkte und Lösungen aus den Bereichen "Datenkommunikation und Computergrafik" anbieten will. Der Bereich Datenkommunikation soll analoge Modems, DSL sowie feste und drahtlose Netzwerklösungen umfassen. Die anderen beiden ELSA-AG-Sprösslinge Devolo und Lancom bieten bereits eigene Netzwerkprodukte an - dabei werden "ELSA-Neu", Devolo und Lancom in Teilbereichen zu Konkurrenten. Der Bereich Computergrafik soll Grafikkarten für Einsteiger, Spielefans und 3D-Designer umfassen. ELSA will insbesondere die erfolgreichen Profi-Grafikkarten-Linien GLoria und Synergy weiterführen.
Konkrete Produktankündigungen gibt es noch nicht, allerdings soll sich dies laut der ELSA-Pressesprecherin Heike Hotze in ein bis zwei Wochen ändern. Es sollen Netzwerkprodukte und Grafikkarten angekündigt werden. Bei den neuen Produkten hat sich die "Neue ELSA GmbH" ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Sie will sich als "Trendsetter im Bereich der vernetzten, multimedialen Heimanwendungen etablieren" , heißt es auf ELSA.de(öffnet im neuen Fenster) .
Kunden der alten ELSA AG will man nicht nur mit Links zu Treiber-Downloads helfen, sondern bietet ihnen (wie auch den ELSA-Neukunden) Service per kostenpflichtiger Support-Hotline, bei der 1,86 Euro/Minute anfallen.
Die Neue ELSA GmbH beschäftigt in Aachen 60 Mitarbeiter, ein Drittel davon sind Entwicklungsingenieure. Ein Teil der Mitarbeiter sind ehemalige ELSA-Angestellte. Geleitet wird die Neue ELSA vom 59-jährigen Falk W. Spahn und dem 49-jährigen Michael Euchner. Spahn arbeitete 20 Jahre bei Bayer, fünf Jahre in der Kienbaum-Unternehmensberatung und seit 15 Jahren freiberuflich als Start-up-Manager und Unternehmensberater. Euchner war zuletzt zehn Jahre in nationalen und internationalen Management-Positionen bei Sony tätig.