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Mindfactory meidet lose Athlon-XP-Prozessoren

Online-Händler enttäuscht über AMDs Umtauschgebaren; AMD widerspricht. Der PC-Händler Mindfactory hat sich entschlossen, keine losen Athlon-XP-Prozessoren mehr zu verkaufen. Stattdessen will man nur noch die teureren Boxed-Versionen inklusive Kühlkörper und Anleitung anbieten.
/ Christian Klaß
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Mit der eigentlich nicht für Endkunden gedachten Tray-Ware habe man auf Grund hoher Rücklaufquoten durch teils von unerfahrenen Nutzern verursachte Schäden und Problemen beim Nachweis von Kundenverschulden auch vor Gericht zu viel Verlust gemacht. In Rechtsstreits sei es sehr schwierig, dem Kunden eindeutig nachzuweisen, dass die Schuld bei ihm liege. Verantwortlich dafür sei AMD, da man die Händler im Schadensfall mit der Tray-Ware alleine lasse.

AMD allerdings versichert, dass man sowohl bei der Tray- als auch bei der Boxed-Ware die über Distributoren erworbenen Prozessoren problemlos zurücknehme, falls diese defekt sind. Zudem würden Distributoren und mitunter auch Händler kostenlos mit Messgeräten ausgestattet, mit denen eindeutig ermittelt werden können soll, ob ein Prozessor etwa durch Übertakten, falsches Lüfteraufsetzen und Ähnliches seitens des Kunden "gestorben" ist. Während die Boxed-Ware schnell ausgetauscht würden, soll der Weg bei der nackten Tray-Ware nur etwas länger dauern und der Kunde damit etwa ein bis zwei Wochen warten müssen.

AMD versucht seit etwa einem halben Jahr, dem Handel die Boxed-Ware schmackhafter zu machen und berichtet von wachsendem Interesse. Der höhere Preis der Boxed-Ware jedenfalls wirkt gerechtfertigt, da ein zur jeweiligen Taktrate passender Kühler mitgeliefert wird und die Garantie länger ist. Dennoch lässt man dem Handel weiterhin die Möglichkeit offen, auch Tray-Ware zu kaufen.


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