Börsenverein: E-Publizieren bestimmt den Verlagsalltag mit
"Neue Aufgaben brauchen auch neue Job-Profile. Schon heute sind Community Manager, Screen Designer, Content Manager oder Web Master neben den klassischen Verlagsberufen wie Lektoren oder Vertriebskaufleuten tätig. Wir stellen jetzt die Weichen, dass Verlagsmitarbeiter ihre Berufsziele im elektronischen Publizieren ohne Umwege erreichen können", sagte Dr. Tilmann Michaletz vom AKEP-Sprecherkreis. Es gehe vor allem darum, klare Tätigkeitsprofile herauszuarbeiten und den einzelnen Berufsbezeichnungen deutliche Aufgabenschwerpunkte zuzuordnen.
"Das Internet bringt neue Angebotsformen der Verlage hervor, die personalisiert und flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Dieser Qualitätssprung in der Informationsvermittlung fordert auch in den nächsten Jahren einen hohen Investitionsaufwand. Verlagspublikationen im Netz wird es deshalb in Zukunft immer mehr nur gegen cash geben. Für die Akzeptanz von Bezahlinhalten beim Nutzer spielt ein starker Markenname eine immer größere Rolle – viele Verlage haben hier eine gute Ausgangsposition. Sie verfügen über eine anerkannte Kompetenz, die für die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Angebote bürgt. Der Trend geht zu Abo-Angeboten, die auch bei den Nutzern die beliebtesten sind", erläuterte Sigrid Lesch, Mitglied des AKEP-Sprecherkreises.
Der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren wurde 1992 gegründet. Heute arbeiten über 600 Mitglieder in dem Arbeitskreis des Börsenvereins mit. Die Themen sind zurzeit u.a. die Entwicklung neuer Online-Dienste, insbesondere die Volltextdatenbanken bei Fach- und Wissenschaftsverlagen. Auch die technische Erneuerung ist für die Verlage nach Angaben der Arbeitskreismitglieder eine wichtige Herausforderung. Eine neue Generation von PDAs, Handhelds, Laptops und PCs brauchte qualifizierte und zuverlässige Inhalte. Ein wichtiges Zukunftsthema für den Börsenverein und den AKEP ist zudem E-Learning.



