Abo
  • Services:

Fujitsu entwickelt Mobiltelefon-kontrollierten Heimroboter

Nach HOAP-1 kommt Maron-1

Fujitsu Laboratories entwickelt derzeit einen kleinen Roboter zur Überwachung des eigenen Zuhauses bzw. Büros, der Kontrolle von pflegebedürftigen Personen und der Steuerung von Haushaltselektronik. Der Prototyp des Maron-1 getauften Heimroboters ist dazu mit Telefon, Kamera, Sensoren, Zeit- und Fernsteuerung ausgestattet.

Artikel veröffentlicht am ,

Fujitsus Maron-1
Fujitsus Maron-1
Vor etwas über einem Jahr, im September 2001, hatte Fujitsu bereits mit HOAP-1 einen eigenen auf zwei Beinen aufrecht gehenden Roboter vorgestellt, der mittlerweile durch Fujitsu Automation vertrieben wird. Im Gegenteil zu HOAP-1 rollt Maron-1 jedoch durch die Gegend und ist nur für flache Böden ausgelegt. Fujitsu erwartet, dass Roboter in Zukunft verstärkt im alltäglichen Leben insbesondere zu Hause eingesetzt werden. Maron-1 soll einen weiteren Schritt dazu beitragen.

Stellenmarkt
  1. BASF Services Europe GmbH, Berlin
  2. UnternehmerTUM GmbH, Garching bei München

Der 32 x 36 x 32 cm große und 5 kg schwere Maron-1 besteht aus einem Fahrmechanismus, zwei rotierbaren Kameras (gekoppelt), die auch nach oben und unten gerichtet werden können, einem rotierbaren Arm, einem Bewegungssensor und einem Infrarot-Sensor/Sender zur Fernsteuerung und zur Steuerung von Haushalts- und Unterhaltungselektronik; als Betriebssystem wird WinCE 3.0 eingesetzt. An Schnittstellen stehen ein USB-Port, eine serielle Schnittstelle und ein PC-Card-Slot zur Verfügung. Letzterer wird belegt von einer "Personal Handyphone System"-(PHS-)Kommunikationskarte für Telefoniefunktionen und zur Steuerung des Roboters mittels Mobiltelefon. Letzteres geschieht in Verbindung mit der speziellen Software "i-appli", welche auf NTT-DoCoMo-Mobiltelefonen laufen soll. Damit kann Maron-1 nicht nur Bilder liefern und "von Hand" bewegt, sondern auch mit Zielangaben gefüttert werden, welche der Roboter dann auf Grund seiner Karte der Räume anfährt und dabei selbstständig Hindernissen ausweicht. Maron-1 soll in der Lage sein, auch Türschwellen zu überwinden.

Wird der Roboter nicht ferngesteuert, kann er z.B. den Eingangsbereich bewachen oder automatisch bestimmte Routen abfahren und kontrollieren. Dabei soll Maron-1 jede Person bemerken, die in seinen Sichtbereich tritt, einen Alarm auslösen und eine voreinstellbare Telefonnummer anrufen. Zu bestimmten Uhrzeiten kann der Roboter zudem Bilder aufnehmen. Geht es mal nicht ums Überwachen, kann Maron-1 auch als Alarmwecker, Zeitschalter oder als Telefon mit Freisprecheinrichtung genutzt werden. Oft gewählte Nummern können dabei in Schnellwahlnummern programmiert werden. Zur direkten Bedienung bietet Maron-1 ein 4-Inch-LCD, ein Touchpad, fünf Menü- und zwei Funktionstasten.

Mittels eines NiMH-Akkus soll Maron-1 bis zu zwölf Stunden durchhalten, allerdings sofern er im Stromsparmodus operiert und nur 20 Minuten fährt. Ob er sich selbstständig zum Ladegerät bewegen kann, hat Fujitsu nicht angegeben.

Fujitsu weist darauf hin, dass Maron-1 noch kein Produkt sei, aber diesen Status vielleicht in einem Jahr erreichen könnte. In diesem Fall will man sich damit speziell dem Consumer-Markt annehmen, der Preis könnte etwa bei 200,000 Yen liegen, was umgerechnet 1.650,- Euro zzgl. Mehrwertsteuer entspräche. Ob man das Gerät auch außerhalb Japans anbieten will, konnte Fujitsu noch nicht angeben. Fujitsu hat angekündigt, weitere Roboter und zugehörige Software zu entwickeln und als Produkte umzusetzen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. 38,99€
  4. 14,99€

Folgen Sie uns
       


Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo)

Der adaptive Controller von Microsoft hilft Menschen mit Behinderung beim Spielen.

Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo) Video aufrufen
Google I/O 2018: Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler
Google I/O 2018
Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler

Google I/O 2018 Die Google I/O präsentiert sich erneut als Messe für Entwickler und weniger für konventionelle Nutzer. Die Änderungen bei Maps, Google Lens oder News sind zwar nett, spannend wird es aber mit Linux-Apps auf Chromebooks.
Eine Analyse von Tobias Költzsch, Ingo Pakalski und Sebastian Grüner

  1. Google Android P trennt stärker zwischen Privat und Arbeit
  2. Smartwatch Zweite Vorschau von Wear OS bringt neuen Akkusparmodus
  3. Augmented Reality Google unterstützt mit ARCore künftig auch iOS

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
    Wonder Workshop Cue im Test
    Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

    Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
    Ein Test von Alexander Merz


        •  /