PowerNET - Heimvernetzung über die Steckdose (Update)

Kraftcom bewirbt das PowerNET-Modul als einfach zu installierende Lösung für die private Wohnung und kleine Büros. DSL-Anschluss bzw. Netzwerk werden dabei einfach mit dem PowerNET-Modul von Kraftcom über ein Ethernetkabel verbunden und in die Steckdose gesteckt. Weitere PowerNET-Module sollen dann über jede beliebige Steckdose im Haus ans Stromnetz angeschlossen werden, so dass ohne viel Aufwand ein Netz mit einer Bandbreite von bis zu 14 Mbps errichtet werden kann. Die Verbindung der Module mit der Netzwerkkarte des PCs bzw. Notebooks erfolgt durch ein herkömmliches Patchkabel für Ethernet-Netzwerke. Auch der Anschluss von WLAN-Basisstationen ist so möglich.
Die effektive Bandbreite soll in etwa der von WLAN-Verbindungen entsprechen und je nach Leitungsqualität zwischen 5 und 8 Mbps (11 Mbps WLAN: 5 - 6 Mbps) liegen. Die Bandbreite soll durch aktive und Störungen ins Stromnetz sendende Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke dank automatischer Frequenzwechsel ("Orthogonal Frequency Division Multiplexing", kurz OFDM) nicht merklich gestört werden. Die Reichweite der Module - abhängig von der Netzstruktur bis zu 200 Meter - soll laut Hersteller zum Abdecken eines ganzen Einfamilienhauses ausreichen. Mitunter werden die Nachbarn aber auch "mitversorgt", sofern keine Filter im eigenen Stromverteiler installiert werden.
Eine DES-Verschlüsselung mit 56-Bit-Schlüssel kann per Windows- und Linux-Software aktiviert werden, um ein Abhören oder eine Fremdnutzung zu erschweren. Zusätzlich können die MAC-Adressen der erlaubten PowerNET-Module eingetragen werden, mit denen eine Kommunikation erlaubt ist. Eine Aktivierungs-Software für andere Betriebssysteme gibt es derzeit nicht.
Laut Kraftcom sind die PowerNET-Module zum Stückpreis von 149,- Euro bereits erhältlich. Noch ist man allerdings dabei, die Vertriebskanäle auszubauen.



