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Canon EOS-1Ds: 11 Megapixel ohne Brennweitenverlängerung

Digital-Spiegelreflexkamera zum Kleinwagenpreis. Canon hat endlich die offiziellen Informationen zur neuen Spiegelreflexkamera Canon EOS-1Ds veröffentlicht. Die mit einem 11-Megapixel-CMOS-Bildwandler ausgestattete Kamera verursacht wie die Contax N Digital keine Brennweitenverlängerungen mehr, da der Chip fast so groß ist wie ein Bild eines 35-mm-Filmstreifens, genauer gesagt 35,8 x 23,1 mm. Ein Kleinbild hat die Maße 24 x 36 mm.
/ Andreas Donath
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Die Kamera erzeugt Einzelaufnahmen mit Auflösungen von maximal 4.082 x 2.718 Bildpunkten und kann bis zu zehn Bilder in Folge bei drei Stück pro Sekunde aufzeichnen. Der Fotograf kann einstellen, ob die Bilder als JPEG-, RAW-Dateien oder wahlweise sogar parallel in beiden Formaten aufgezeichnet werden. Die Canon EOS-1Ds speichert das Bildmaterial wahlweise in sRGB- oder Adobe-RGB-Farbräumen ab.

Die Verschlusszeiten reichen von 30 Sekunden hinauf bis zu einer 1/8000 Sekunde. Eine Bulb-Langzeitbelichtung gibt es ebenfalls. Die Blitzsynchro arbeitet zwischen 30 Sekunden bis 1/250 Sekunde. Für extreme Schnappschüsse eignet sich das Gerät auch – die Auslöseverzögerung liegt gerade mal bei 55 Millisekunden. Die "Filmempfindlichkeit" kann zwischen ISO 100 und ISO 1250 in mehreren Stufen eingestellt werden. Unterstützen lassen kann sich der Fotograf durch einen 45-Punkt-Autofokus und mit einer 21-Feld-Matrix-Belichtungsmessung. Darüber hinaus gibt es eine mittenbetonte Integralmessung sowie Selektiv- und Spotmessung, wobei sich diese mit einem AF-Messpunkt verknüpfen lässt.

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Der Weißabgleich wird entweder aus 64 Messpunkten gewonnen, aus zehn Voreinstellungen gewählt oder manuell ausbaldowert. Darüber hinaus sind eigene Belichtungsprogramme, Bildverfremdungen und andere Individualsierungen möglich. Der Selbstauslöser arbeitet wahlweise mit zwei oder mit zehn Sekunden Verzögerung. Eine Kabelfernbedienung ist nur optional erhältlich.

Die EOS-1Ds besitzt ein Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung und verfügt über einen Spritzwasserschutz. Der Spiegelreflexsucher soll 100 Prozent des später aufgenommenen Bildes zeigen und verfügt über eine Dioptrieneinstellung für Brillenträger (-3 bis +1 dpt). Die Kamera verfügt über einen System-Blitzschuh und ein Bildkontroll-Display mit einer Diagonale von zwei Zoll und einer Auflösung von 120.000 Pixel. Ein NiMH-Akku, Firewire-Anschluss und ein CompactFlash-Slot, der Microdrive-fähig ist, runden das Austattungspaket ab.

Da Bildmanipulationen mittlerweile so perfekt umgesetzt werden können, hat die Canon eine Technologie zur eindeutigen Kennzeichnung der Originalaufnahmen mitbekommen. Die als "Original Decision Data"-Technologie bezeichnete Methode soll die Kennzeichnung der Originalbilder erlauben und so Manipulation und Original auseinander halten können, verspricht Canon. Das damit gesetzte digitale Wasserzeichen kann mit der optional erhältlichen Software DVK-E1 (Data Verification Kit E1) ausgelesen werden.

Die Canon EOS-1Ds kostet mit knapp 10.000 Euro ein kleines Vermögen und soll ab November 2002 erhältlich sein. Die ansteckbaren EF-Objektive sind dabei noch nicht einmal im Preis enthalten, man bekommt nur ein nacktes Gehäuse.


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