AMD: Tief gehende Änderungen für Halbleiterhersteller
Hector Ruiz: Zeit für neues Geschäftsmodell in der Halbleiterindustrie
AMD-Chef Hector Ruiz sieht die Zeit reif für eine Veränderung der Geschäftsmodelle in der Halbleiterindustrie. In Zukunft müssten Halbleiterhersteller in erster Linie auf enge Verbindungen und Kooperation mit Endkunden, Abnehmern und Partnern setzen, so AMDs Chief Executive Officer in einer Keynote auf dem FEI Forum für Finanzen und Technologie.
"In traditionellen Beziehungen zwischen Lieferanten und Kundschaft waren die Grenzen, an denen ein Unternehmen aufhörte und ein weiteres begann, sehr klar - und auch spaltend", so Ruiz. "Ich glaube, diese Modell ist am Ende. Wir denken, um erfolgreich zu sein müssen Halbleiterunternehmen starke Beziehungen zu Kunden und Partnern herstellen, die die Grenzen der Unternehmen ernsthaft verwischen und so wirkliche, komplementäre Beziehungen entstehen, bei denen Unternehmen verknüpft sind und am Erfolg des anderen teilhaben."
So würden weniger die effizienten Herstellungsmethoden das Geschäft von AMD verändern als vielmehr die veränderten Erwartungen der Kunden und eine stärkere Fokussierung auf die Entwicklung von geistigem Eigentum.
In diesem Zusammenhang spricht Ruiz auch von "Metcalfes Law", nachdem der Gesamtnutzen eines Netzwerks mit der Zahl seiner Teilnehmer wächst, als einem der führenden Prinzipien hinter AMDs Geschäftsmodell. Dabei verwies Ruiz auf AMDs Zusammenarbeit mit UMC im Fertigungsbereich.
"Die Fähigkeit, die Kapitalaufwendungen zu senken, Erfolg mit Kunden und Partnern zu teilen sowie weiterhin innovative Lösungen zu liefern, müssen die Messlatte bilden, nach der wir Halbleiterunternehmen in den nächsten Jahren bewerten", so Ruiz weiter.
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