• IT-Karriere:
  • Services:

Kopierschutz knacken als Sport

Einblick in die Spielepiratenszene

Den Kopierschutz knacken und das Computerspiel in der Szene verbreiten, noch bevor es auf den Markt kommt: Für Spielepiraten sei das eine rein sportliche Herausforderung, erklären Insider gegenüber dem Computermagazin c't in Ausgabe 20/2002. Seit Jahren sind Spielepiraten in internationalen Gruppen organisiert, die fast wie Sportmannschaften miteinander wetteifern. Wer als erstes einen bedeutenden Spieletitel in die Finger kriegt, den Kopierschutz oder Authentifizierungsmerkmale entfernt und ihn auf die so genannte Topsite, einen schnellen FTP-Server, stellt, hat eine Runde des ständigen Wettrennens für sich entschieden.

Artikel veröffentlicht am ,

Sie wollen keine Publicity und keinen Beifall von "außen", sagten die Insider der c't-Redaktion. Sie sind sich der Strafbarkeit ihres "Sports" voll bewusst und schützen sich durch strikte Geheimhaltung vor der Entdeckung. Nach ihrer Darstellung gehen sie nur deshalb an die Öffentlichkeit, um mit falschen Vorstellungen aufzuräumen. Ihre Botschaft richtet sich vor allem an "Frischlinge", die die Szene als Gratis-Softwaremarkt missverstehen.

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. Allianz Deutschland AG, Stuttgart

Von Tauschbörsen und "Warez"-Webseiten distanzieren sich die Insider, obwohl sie zugeben müssen, dass ihre Gruppen unfreiwillig die Quelle für den Nachschub an Raubkopien bilden. "Vermutlich denken einige Gruppenmitglieder, sie seien Robin Hood und müssten die Releases im ganzen Internet verbreiten", so einer der Informanten. Das sei jedoch ein Verstoß gegen den ungeschriebenen Kodex der verdeckten Szene. Die Gruppen wollten weder die Industrie schädigen noch vielen Leuten kostenloses Spielen ermöglichen.

Der sportliche Ehrgeiz der Cracker stellt Spiele-Herausgeber und Ermittler vor große Probleme. Da prinzipiell jeder Kopierschutz geknackt werden kann, muss sich die Spiele-Branche etwas einfallen lassen, um ihre Kunden zu binden. Während einige Hersteller mit originellen Beigaben auf Altbewährtes setzen, versuchen andere, mit exklusiven Anmeldecodes für Online-Matches die Kunden zum Kauf von Originaltiteln zu animieren. "Vielleicht wird das Cracken eines Tages seinen Reiz verlieren, wenn die eigentlichen Spielprogramme kostenlos verfügbar sind und stattdessen ihre Nutzung etwas kostet, wie es etwa auf Online-Plattformen jetzt schon praktiziert wird", mutmaßte c't-Redakteur David Adamczewski.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

bille 24. Sep 2002

also, da gibts so ne kleine story zum thema neue kopierschütze: da gibt es für...

Marc 24. Sep 2002

Hi, mal wider ein anregendes Thema hmm ? ... hatte den Artikel am Wochenende schon...

bodybag 23. Sep 2002

auf welche firma hat sie denn hingewiesen? auf welches produkt?

ich bins mal... 23. Sep 2002

übrigens, barbara, das hinweisen auf produkte oder dienstleistungen der eigenen firma...

Fred Lange 23. Sep 2002

tja ehm. http://www.heise.de/newsticker/data/wst-23.09.02-002/


Folgen Sie uns
       


Mobilfunk: UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet
Mobilfunk
UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet

Sie haben Deutschland zum Mobilfunk-Entwicklungsland gemacht und wurden heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: die Auktionstheorien von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Coronakrise Deutsche Urlaubsregionen verzeichnen starke Mobilfunknutzung
  2. LTE Telekom benennt weitere Gewinner von "Wir jagen Funklöcher"
  3. Mobilfunk Rufnummernportierung darf maximal 7 Euro kosten

Watch SE im Test: Apples gelungene Smartwatch-Alternative
Watch SE im Test
Apples gelungene Smartwatch-Alternative

Mit der Watch SE bietet Apple erstmals parallel zum Topmodell eine zweite, günstigere Smartwatch an. Die Watch SE eignet sich unter anderem für Nutzer, die auf die Blutsauerstoffmessung verzichten können.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Series 6 im Test Die Apple Watch zwischen Sport, Schlaf und Sättigung
  2. Apple empfiehlt Neuinstallation Probleme mit WatchOS 7 und Apple Watch lösbar
  3. Smartwatch Apple Watch 3 hat Probleme mit Watch OS 7

Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
Corsair K60 RGB Pro im Test
Teuer trotz Viola

Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
  2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
  3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

    •  /