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BMBF gibt 2,2 Milliarden Euro für Hochschulausstattung frei

Bulmahn: "Wir setzen weiterhin auf Modernisierungskurs für Hochschulen". Mit 2,2 Milliarden Euro sollen im nächsten Jahr rund 3.000 Neubauten oder Modernisierungen an Hochschulen in Angriff genommen oder fortgeführt werden. Mit der Verabschiedung des 32. Rahmenplans für den Hochschulbau für Bund und Länder hat die Bundesregierung am Freitag nach ihrer Ansicht die Weichen für den weiteren Ausbau und die Modernisierung der deutschen Hochschulen und ihrer Ausstattung mit Großgeräten für den Zeitraum von 2003 bis 2006 gestellt.
/ Andreas Donath
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Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, hat die während ihrer Amtszeit nach Regierungsangaben um fast 20 Prozent erhöhten Investitionsmittel für den Hochschulbau auch für 2003 zur Verfügung gestellt. Im kommenden Jahr stehen mit der 50-prozentigen Gegenfinanzierung der Länder 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Bundesministerin Bulmahn erklärte dazu: "Wir haben in den letzten vier Jahren über 9 Milliarden Euro in die Verbesserung der Studien- und Forschungsbedingungen an den deutschen Hochschulen investiert. Modern ausgestattete Hochschulen tragen erheblich dazu bei, dass die jungen Menschen an den Hochschulen erfolgreich studieren können und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hochschulen in der Forschung erhalten und verbessert werden kann. Es war daher richtig und notwendig, dass diese Bundesregierung mit der Vernachlässigung des Hochschulbaus, wie sie von der Vorgängerregierung betrieben wurde, Schluss gemacht und die Mittel – bei stabilem Baupreisniveau – um rund 1/5 gesteigert hat."

In Baden-Württemberg werden Hochleistungsrechner und die Erweiterung des Rechenzentrums für die Universität Stuttgart mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 57,8 Millionen Euro gefördert. In Bayern kosten Neu- und Umbauten für die Fachbereiche Informatik, Gestaltung u.a. der Fachhochschule Augsburg 28,1 Millionen Euro. In Berlin werden für den Neubau der Zentralbibliothek und das Rechenzentrum der Humboldt-Universität 75,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In Brandenburg kostet ein Neubau einer Versuchshalle für den Forschungsschwerpunkt Verkehrstechnik/Fahrzeugtechnik der Technischen Universität Cottbus 4,4 Millionen Euro.

Im Bundesland Bremen wird der weitere Ausbau der Hochschule Bremerhaven für neue Studienschwerpunkte und die Bibliothek mit 17,4 Millionen Euro unterstützt. In Hamburg kostet die Erweiterung der Mensa und des Campus der Fachhochschule Hamburg 8,6 Millionen Euro. In Hessen wird für den Neubau des Fachbereiches Physik der Universität Frankfurt 68,4 Millionen Euro überwiesen, während in Mecklenburg-Vorpommern der Neubau des Bettenhauses der Klinik für Strahlentherapie der Universität Rostock mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 9,2 Millionen Euro gefördert wird.

In Niedersachsen kostet der Neubau für die naturwissenschaftliche Bibliothek der Universität Göttingen 16,2 Millionen Euro und in Nordrhein-Westfalen soll der Neubau des Zentrums der Biowissenschaften an der Uni Köln im zweiten Bauabschnitt ein Gesamtinvestitionsvolumen von 74,5 Millionen Euro haben.

In Rheinland-Pfalz kostet die Sanierung der Zahn-, Mund- und Kieferklinik des Klinikums der Universität Mainz 15,6 Millionen Euro und im Saarland wird für den Neubau für die Humangenetik der Universität des Saarlandes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 12,2 Millionen Euro gerechnet.

In Sachsen kostet der Neubau eines Internistisch-Neurologischen Zentrums des Universitätsklinikums Dresden 92,5 Millionen Euro. In Schleswig-Holstein wird für die Grundsanierung des Instituts für Organische Chemie der Universität Kiel 8,2 Millionen Euro aufgewendet. In Thüringen soll der Ausbau des Krankenhausinformations- und Kommunikationssystems der Universität Jena mit 4,7 Millionen Euro gefördert werden.


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