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"Volks-PC" von Bild und Plus - Erster mit GeForce4 MX 468

999,- Euro für ansprechende Ausstattung. Bild und Plus bieten ab 21.9.2002 online bei www.volkspc.de(öffnet im neuen Fenster) ein als Volks-PC bezeichnetes, von 4MBO hergestelltes Athlon XP 2200+ Komplett-System mit AGP-8X- Unterstützung und umfangreicher Ausstattung – sogar eine 22-Mbps-WLAN-Karte wird geboten.
/ Christian Klaß
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Ein Novum ist die installierte Grafikkarte: Auf ihr steckt laut Hersteller NVidias erstmals AGP-8X-fähiger GeForce4-MX-468-Grafikchip, dem 64 MByte DDR-SDRAM zur Verfügung stehen. Nachtrag: Der richtige Name des Chips lautet jedoch "GeForce4 MX 440 with AGP 8X"; es handelt sich also um einen überarbeiteten GeForce4 MX 440 mit den üblichen 275 MHz, der die Daten dank AGP 8X schneller mit dem System austauschen kann – Nachtrag Ende. Der DDR-Speicher wird mit 250 MHz (500 MHz DDR) getaktet.

Der Athlon-XP-2200+-Rechner mit dem ein wenig unbedachten Namen verfügt 256-MB-DDR-RAM (Samsung-PC-2700-DDR-333), 6-Kanal-Audio-Sound, ein CDRW-Laufwerk von Artec (40x beschreiben von CD-R, 12x beschreiben von CD-RW, 48x CD-ROM lesen) sowie ein Artec-DVD-Laufwerk 12x und ein Asus A7V8X Board mit Apollo-KT-400-Chipsatz von VIA Technologies. Die 80 GB IBM Deskstar 120 GXP dreht mit 7200 Touren in der Minuten. Mit einem frontseitig eingebauten MBO Memory Card Reader können SDCards, MMCards, Compact Flash (IBM MicroDrive kompatibel) sowie Memory Sticks bearbeitet werden. Sechs USB 2.0 und zwei Firewire IEEE 1394 sowie S/P-DIF in/out runden das Schnittstellen-Eldorado ab.

Eingebaut sind ferner ein internes PCI SmartLink Modem PCI56 (v.92) und ein Ethernet-Anschluss. Als Software liegt Microsoft Windows XP Home, die Microsoft Works Suite 2002 sowie nVDVD als Software-DVD-Player, die CD-Brennsoftware Nero 5.5, Symantec Norton AntiVirus 2002 und die 4.0-T-Online-Zugangssoftware auf der Platte.

Die Golem-Redaktion hatte die Möglichkeit, den Athlon-XP-XP 2200+ Rechner bereits kurz unter die Lupe zu nehmen. Öffnet man das Gehäuse fällt einem auf, dass 4MBO wie beim vorherigen Plus-Rechner ein Gehäuse gewählt hat, das ohne Schrauben zu öffnen ist. Auch die Steckkarten sind nicht verschraubt, sondern durch Plastikteile gehalten, können also ohne Schraubenzieher entfernt werden. Das Gehäuse wirkt aufgeräumt, Kabel hängen nicht lose herum, der von EKL stammende CPU-Lüfter mit feinen Kühlrillen macht einen guten Eindruck und die schnittstellenreiche Grafikkarte (VGA und DVI- Video in, TV-out und Dual-Monitor-Support) ist passiv gekühlt. Das Betriebsgeräusch des "Volks-PC" macht sich nicht störend bemerkbar, das Gerät wirkte – subjektiv belauscht – leiser als der Plus-Rechner und ist mit einem temperaturgeregelten Seasonic-Netzteil mit 300 W sowie einem Prozessorlüfter von EKL ausgerüstet, das vom BIOS (ASUS-Board-Temp-Sensor) geregelt wird.

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Die Leistung des Systems lässt auch für den Spieler nicht viel zu wünschen übrig, der Prozessor ist schnell, die Festplatte bietet viel Platz, dreht ihre Datenscheiben mit schnellen 7.200 Umdrehungen/Minute und die GeForce4-MX-440-AGP8X-Grafikkarte bietet eine ordentliche Leistung auch in neueren Spielen, auch wenn sie die aufwendigeren Direct3D-8-Grafikeffekte nicht beherrscht. In einer Auflösung von 1024 Bildpunkten bei maximalen Qualitätseinstellungen und ohne Kantenglättung erreichte das System im 3D-Benchmark 3DMark 2001 SE (Build 330) von MadOnion.com einen Wert von 6004 3DMark, in der 3D-Shooter-Demo Unreal Tournament ergab der Flyby-Test 76 Bilder/s (Grafikleistung), der Botmatch rund 45 Bilder/s (Grafik- und CPU-Leistung). Bei 640 x 480 bzw. 800 x 600 Bildpunkten ergaben sich beim Flyby-Test 133 respektive 109 Bilder/s.

Die dem Volks-PC beiliegenden Eingabegeräte erfüllen ihren Zweck, wirken aber nicht ganz überzeugend. Die Sondertasten der ansonsten ordentlich wirkenden Funktastatur sind etwas wackelig, die Befestigung der Handballenauflage hat das Prädikat "klapprig" verdient. Bei der Funkmaus wurde aus Kostengründen auf eine Kugel-Mechanik anstatt auf optische Sensoren gesetzt. Persönlich hätte der vielschreibenden Golem-Redaktion eine qualitativ höherwertige kabelgebundene Tastatur- und Mauskombination mehr gefallen, während 4MBO es vorzog, voll auf den Wireless-Zug aufzuspringen. Dass dieser nicht ohne Tücken ist, beweist ein Beipackzettel, der einem dringend rät, die WLAN-Karte zu deaktivieren, wenn sie nicht genutzt wird. Da sie permanent nach drahtlosen Netzen sucht, stört sie ansonsten immer wieder die Tastatur und Maus, die ebenfalls im 2,4-GHz-Bereich funken. Dies liegt allerdings an Microsoft, denn den Windows-OEM-Versionen mitgelieferte Gerätetreiber können laut 4MBO nicht von Hause aus deaktiviert mitinstalliert werden.

Das vorinstallierte Windows XP ist noch nicht mit dem Service Pack 1 versehen, wer es auf Grund langsamer Internetanbindung nicht downloaden will, soll es sich von 4MBO zum Selbstkostenpreis zusenden lassen können. Die installierten NVidia-Grafikkarten-Treiber vom August erkannten die neue Grafikkarte als "GeForce4 MX440 with AGP 8X". Auch die neueren, aber noch nicht von Microsoft abgesegneten Detonator-Treiber mit der Version 40.41 bezeichnen die Grafikkarte noch als MX440-Grafikkarte mit AGP-8X-Unterstützung und den Grafikkern noch mit seinem Codenamen NV18. Nachtrag: Wie sich nach der Ankündigung des Grafikchips seitens NVidia nun herausstellte, ist dies auch der korrekte Name – Nachtrag Ende.

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Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der "Volks-PC" eine für seine Preisklasse beachtliche Ausstattung mit sich bringt, bei den Schnittstellen keine Wünsche offen lässt, eine gute Gesamtleistung bietet, ohne ein Krachmacher zu sein und somit nicht nur für Gelegenheitsnutzer interessant ist. Für den Einsatz als reiner Arbeitsrechner ist allerdings die Investition in bessere Eingabegeräte sinnvoll; für den Einsatz als Hardcore-Spielerechner wird man vermutlich in den nächsten Monaten auf eine Grafikkarte mit den immer wichtiger werdenden Direct3D-8-Funktionen aufrüsten wollen, um effektvollere und somit hübschere 3D-Grafik erleben zu können.

Online-Bestellungen bei Plus werden ab dem 30. September 2002 ausgeliefert, so der Hersteller. Im Handel soll der Rechner ab dem 30. September in allen rund 2700 bundesweiten Plus-Filialen zum Preis von 999,- Euro kommen.

[Christian Klass und Andreas Donath]


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