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Straßenverkehrsmanagement- System: Unterwegs mit dem PDA

Schlaue Verkehrsüberwachung informiert über Widrigkeiten

Bekanntlich funktioniert Bahn fahren, Bus fahren und auch Auto fahren nicht immer reibungslos. Seien es die Witterung, Staus, Unfälle oder Baustellen - oftmals wäre man bei besserer Informationslage schneller zum Ziel gekommen. Diese Situation soll sich nun durch Einsatz von mehr Informationstechnik, die mobil nutzbar ist, deutlich verbessern.

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Auf der Innotrans, die vom 24. bis 27. September 2002 in Berlin stattfindet, zeigen drei Fraunhofer-Institute Entwicklungen für Sicherheit und Information rund um das Thema Verkehr und Mobilität.

In Dresden können sich die Bürger beispielsweise per Internet, Handy oder PDA über Staus, Baustellen und Parkplätze, aber auch über aktuelle Fahrpläne informieren. Die Daten liefert ein Verkehrsmanagementsystem, das Forscher aus dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI erarbeitet haben, im Leitprojekt "intermobil", das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Dafür sind in der Stadt 16 Live-Kameras installiert. "Sie zeichnen den Verkehrsfluss auf und analysieren ihn durch spezielle Bildverarbeitungsalgorithmen", erläuterte Ulf Jung vom IVI. "Die Daten werden per Funk in die Verkehrsrechnerzentrale übertragen und bilden die Grundlage für das Straßenverkehrsmanagement-System. Weitere Informationen, zum Beispiel aus Parkhäusern, vom Wetterdienst oder von aktuellen Veranstaltungen ergänzen die Analyse. Zukünftig werden die Autofahrer durch Verkehrsleitsysteme entsprechend umgeleitet und Staumeldungen herausgegeben."

Die Livebilder werden gleichzeitig ins Online-Auskunftssystem der Region Dresden eingespeist. Internetnutzer sowie die Besitzer WAP-fähiger Handys oder PDAs können auf diese Plattform zugreifen. Das System enthält Informationen zur aktuellen Verkehrslage. Dazu kommen eine durch Live-Daten ergänzte Fahrplanauskunft sowie Touristen-Informationen der Stadt, ein Stadtplan und eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen.

Per SMS erhalten Interessierte die Abfahrtszeiten der Busse und Straßenbahnen direkt aufs Handy oder PDA. Hier fließen auch aktuell in den Bussen erhobene Online-Daten ein. Steht der Bus etwa im Stau, wird die Information weitergegeben. Auf der Messe zeigen die Dresdner Forscher die neue Nutzeroberfläche für Internet und Info-Säule in einer Test-Version. Ab Oktober soll sie öffentlich zugänglich sein.

Fraunhofer-Forscher wollen zudem für eine erhöhte Sicherheit im Schienenverkehr sorgen. Dafür haben die Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG und das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP verschiedene Ultraschall-Prüftechniken für Eisenbahnräder und Radreifen entwickelt. Mit dem automatischen Ultraschall-Prüfsystem RWI (Rail Wheel Inspection) kann ein Radsatz in der Produktion in nur 120 Sekunden auf kleinste Schäden untersucht werden. Bisherige Prüfungen dauern mehr als doppelt so lang, bei einem erheblich geringeren Prüfumfang, so die Forscher. Für den Test werden Vollräder oder Radreifen in ein Wasserbecken getaucht. Fünf bis zwölf Impuls-Echo-Prüfköpfe senden und empfangen die Ultraschallwellen. Die Auswertung erfolgt automatisch. In einer CAD-Visualisierung kann der Nutzer die Ergebnisse aller geprüften Funktionen unmittelbar sehen und kontrollieren.

Ein anderes Prüfverfahren der beiden Fraunhofer-Institute ermöglicht es, Radsätze im eingebauten Zustand zu untersuchen. Dafür werden Prüfköpfe V-förmig angeordnet. Einer sendet das Signal, der andere empfängt es. "Die Ultraschall-V-Durchschallung eignet sich besonders gut für die Untersuchung von runden Teilen, wie Zugräder", erklärte Jürgen Goetz von der TEG. "Damit können wir in die Räder hinein und auch hinter Bohrungen schauen. Bohrungen sind deshalb so interessant, weil dort Risse entstehen können." Geprüft wird das Volumen der Räder. Das Ultraschallprüfsystem ist speziell entwickelt worden, um Radsätze - Radkranz und Radscheibe - im Unterflurbetrieb, also eingebauten Zustand prüfen zu können. Möglich macht das ein fahrzeugspezifischer Sensorträger. Je nach Messergebnis gibt es drei Möglichkeiten: unbedenklich, überarbeiten oder austauschen.


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