IP-Dienste werden nicht zum neuen Heilsbringer
Dienste wie Voice-over-IP oder IP-Storage werden der Studie zufolge in den nächsten zwei Jahren nur moderat wachsen. Im Gegensatz zu der von Industrieseite häufig vertretenen Ansicht, dass die IP-Technologie die Branche spalten würde, gibt es dabei nach Auskunft der Befragten nur zwei Probleme: zum einen die Echtzeit-Dienste (insbesondere Sprache) in notwendiger Qualität anbieten zu können und zum anderen die Kosten durch komplexe Netzwerke.
"Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass IP-Dienste einer der Schlüsselfaktoren für Innovationen und Geschäftsmodelle der Netzbetreiber werden. Allerdings sind wir skeptisch, ob mit Hilfe der IP-Dienste in den nächsten zwei Jahren die hohen Schulden und Netzwerküberkapazitäten abgebaut werden können" , erläuterte Helmut Gulde, Vice President bei Telecom Media Networks das Fazit der Studie.
Statt wie noch vor einigen Jahren den IP-Diensten mit einer gehörigen Portion Skepsis zu begegnen, um sie im Anschluss als den Heilsbringer der Branche zu sehen, plädieren die Autoren der Studie daher für eine neue Form der IP-Realität: Verkäufer, Anbieter sowie Kunden müssen sich auf vernünftige Angebote mit hohem Gebrauchswert für den Endkunden und Nutzer konzentrieren. Helmut Gulde verweist dabei auf die Parallelen mit den Mobilfunkgeräten der dritten Generation (3G): "Auch diese wurden trotz der unbestimmten Zukunft zum (Umsatz-)Retter in der Not gekürt ohne diesen Anspruch in absehbarer Zeit einlösen zu können."
Für die Untersuchung "IP-Dienste in West-Europa" wurden 50 Endkunden auf Unternehmensseite, 15 Service Provider und 10 Hersteller befragt. Zusätzlich wurden Sekundärquellen ausgewertet.
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