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TEAC warnt vor gefälschten 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken

Gefälschte TEAC-Diskettenlaufwerke oft nicht funktionsfähig. Der Hersteller TEAC hat derzeit mit Produktfälschungen des Floppy-Laufwerkes "FD-235HF" zu kämpfen. Die Imitate sollen optisch zwar immer perfekter, aber meist nicht funktionsfähig sein. Aufmerksam wurde TEAC deshalb durch Reklamationen und Retouren der Waren.
/ Christian Klaß
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Bei genauer Prüfung der Produkte hat TEAC mehrere Unterschiede festgestellt: Die Farbe der Frontblende ist Grau anstatt Beige wie beim Original, das TEAC-Logo auf der Frontblende ist nur bei den Fälschungen zu finden, die Rückseite der Fälschung zeigt ein sechseckiges Motorgehäuse und beim Hineinblicken in die Anschlussseite des Gerätes sind TEAC-Aufkleber sichtbar – auch diese sind gefälscht. Zudem weise die Gehäuseunterseite weniger Bohrungen und die Oberseite kein Qualitätssiegel (CE) auf. Während sich auf der Oberseite ein grüner Aufkleber befindet, hat das Original einen gelben Aufkleber. Das Innenleben der Fälschungen soll sehr stark verschmutzt (staubig und klebrig) sowie unsauber verarbeitet sein. Auch die Hebelmechanik soll einfacher und dem Original unterlegen sein.

TEAC will nun klären, wer die gefälschten Laufwerke in Umlauf gebracht hat und wie sich die rechtliche Sachlage verhält; Ermittlungen seien bereits eingeleitet worden. "Wir werden den Produktpiraten auf der Spur bleiben und behandeln das Thema mit höchster Priorität. TEAC steht für seinen guten Namen, jahrelange Erfahrung, Qualität und Tradition. Wir werden dafür sorgen, dass die Produktpiraten strafrechtlich verfolgt werden. Außerdem werden wir unsere Produkte künftig noch aufwendiger kennzeichnen, um diese Form der Wirtschaftskriminalität zu verhindern" , so Michael Schweigart, Marketing und Sales Manager Europe.

Unter Produktpiraterie versteht man das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren und Marken. Nach Auskunft des Zollkriminalamtes wuchs der Wert sichergestellter, gefälschter Hard- und Software innerhalb von nur einem Jahr von 19,4 auf 30,9 Millionen Euro, so TEAC. Der "Aktionskreis deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM)" schätze den weltweit durch Produktpiraterie entstehenden Schaden auf 256 Milliarden Euro, in Deutschland seien es jährlich 28 Milliarden Euro. Fälscher-Großmärkte sollen in grenznahen Gebieten Polens und der tschechischen Republik existieren, aber auch in asiatischen Ländern wie Thailand, Hongkong, Taiwan und Vietnam sollen Nachahmer aktiv sein.


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