Intel startet Entwicklernetzwerk für PCI Express
Erste Systeme mit seriellem PCI-Bus-Nachfolger ab 2004
Nachdem im Juli die Spezifikationen des PCI-Bus-Nachfolgers PCI Express 1.0 von der PCI-SIG festgelegt wurden, will Intel nun die Umsetzung von Siliziumentwürfen vorantreiben. Dazu gründete der Chiphersteller ein Entwicklernetz, zu dem bereits über 30 Unternehmen aus der Computer- und Kommunikationsindustrie zählen.
Das Entwicklernetz soll die Aktivitäten der PCI-SIG ergänzen, welche die PCI-Express-Spezifikationen pflegt und verwaltet. Die Mitglieder des Netzes erhalten laut Intel frühzeitig Werkzeuge und Informationen wie z. B. Bus-Funktionsmodelle und Schnittstellenspezifikationen zur Entwicklung von Produkten für die PCI Express Architektur.
"Das Intel-Entwicklernetzwerk für die PCI-Express-Technologie stellt einen wichtigen Schritt zur Umsetzung von Siliziumentwürfen auf Basis der kürzlich freigegebenen PCI-Express-Spezifikationen dar", erklärte Tony Pierce, Chairman der PCI-SIG. "Wir begrüßen das Intel-Entwicklernetzwerk für die PCI Express Technologie, da es die bestehenden Konformitätstests und Programme zur Prüfung der Übertragbarkeit und des Einsatzes in verschiedensten Systemen der PCI-SIG erweitert und zusätzliche Vorteile für unsere Mitglieder bietet."
Zu den 30 Unternehmen zählen unter anderem: Agilent Technologies, ATI Technologies, Broadcom Corp., Cypress Semiconductor, eInfochips, Emulex Corp., FCI Inc, Foxconn Electronics Inc., Genesys Logic America, Innovative Semiconductors Inc., InSilicon, Kontron, LSI Logic Corp., Matrox, Mellanox Technologies, Mentor Graphics Corp., Molex Inc., National Semiconductor Corporation, NEC Electronics Inc., NetChip Technology Inc., nVidia Corporation, Philips Semiconductor, PLX Technology, QLogic Corporation, Redswitch Inc., S3 Graphics, Silicon Image, Standard Microsystems Corp., Stargen Inc., Synopsys, Tektronix, Trident Microsystems Inc., Tyco Electronics, VMIC, Wavecrest und Xilinx.
Intel plant, in der zweiten Jahreshälfte 2003 Chips zur Nutzung von PCI Express in Computer- und Kommunikationssystemen anzubieten. Ab 2004 könnten nach Intels Schätzungen erste Systeme mit dem PCI-Express-Bussystem zur Verfügung stehen.
Die PCI Express Architektur - ehemals als 3GIO (3rd Generation I/O) bezeichnet - ist ein serieller standardisierter Bus mit wenig Pins, der sich in allen Gehäuseformfaktoren vom Handheld bis zum Server nutzen lassen und somit die Kosten niedrig halten soll. Die Busbreite kann von einer bis zu 32 Lanes (Leitungspaar zwischen Sender und Empfänger) variieren. Die Bandbreiten für die I/O-Interconnects sollen anfangs bei 2,5 GBit pro Sekunde liegen, sich aber später auf ein Vielfaches steigern lassen. Möglich wären etwa 19,1 GB/s mit 32 Lanes bei 2,5 GHz, so Intel. Intel erwartet, dass PCI Express in den nächsten zehn Jahren den PCI-Bus auf Grund des allgemein steigenden Bandbreitenbedarfs ersetzen wird. PCI Express und der parallele PCI-X-Bus, dessen 2.0-Spezifikation ebenfalls im Juli verabschiedet wurde, sollen hingegen koexistieren.
Ob PCI Express auch den AGP-Bus ablösen wird, steht laut PCI-SIG noch nicht fest. Da aber ATI, Matrox, NVidia und andere Grafikchiphersteller auf der Liste von Intels PCI-Express-Entwicklernetzwerk stehen, könnte PCI Express im Grafikbereich in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
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