Computerspeicher auf Einzel-Atombasis entwickelt

Einzelne Atome markieren Nullen und Einsen

Schon 1959 behauptete der Physiker Richard Feynman, dass man alle Wörter, die bis dato jemals geschrieben wurden, in einem Würfel von grob geschätzt 0,1 mm Kantenlänge unterbringen könnte, wenn man die Informationen als einzelne Atome abspeichern könnte. Nun haben Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison einen Speicher entwickelt, der einzelne Silizium-Atome für die Codierung von Nullen und Einsen verwendet.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Durchbruch, der im Journal "Nanotechnology" veröffentlicht wurde, stellt allerdings nur einen ersten groben Schritt hin zu einem Atomspeicher dar, der praktisch genutzt werden kann.

Atomspeicher von Franz Himpsel
Atomspeicher von Franz Himpsel

Der Speicher, der von Professor Franz Himpsel und seinen Kollegen entwickelt wurde, ist allerdings im Gegensatz zur Vision Feynmans zweidimensional und erlaubt eine um den Faktor von einer Million höhere Speicherdichte, die bei einer CD-ROM erreicht wird.

Das Speichermedium besteht aus einer Siliziumoberfläche, die automatisch Furchen aus Gold formt, in die wie in einem Eierkarton aufgereiht Siliziumatome mit einer speziellen Technik "herausgezogen" werden können. Die Atome sitzen im präzise gleichen Abstand voneinander in den Furchen.

Wie normaler Speicher kann auch der Atomspeicher initialisiert, formatiert, beschrieben und ausgelesen werden - bei Raumtemperatur. Zur Herstellung der Speichermedien wird keine Lithographie wie bei der herkömmlichen Chipproduktion angewendet, sondern mit einem Goldverdampfungsprozess auf einem Silizium-Wafer die Trackstruktur aufgebracht.

Die Hoffnung auf eine schnelle Marktreife der Technologie zerstreuten die Wissenschaftler aber sofort. Es würde noch Jahre wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis massenproduktionstaugliche Speicher daraus entstehen können.

Einen interessanten Vergleich der Atomspeichertechnik mit den DNA-Molekülen, die die Erbinformationen eines jeden Lebewesens speichern, stellte Himpsel zum Schluss an: Die künstlichen Speicher verwenden 20 Atome zur Speicherung eines Bits inklusive des Raumes um jedes eigentliche Markierungsatom herum. Die DNA nutzt 32 Atome für jedes Basen-Halbpaar.

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Aufmischi 09. Sep 2002

da brauch ich dann aber noch ne grosse PVChülle um die Speicher, ich hab jetz schon probs...

Atomverwerter 09. Sep 2002

Der Gehirninhalt aller Menschen verändert sich ständig. Um alles zu speichern, müßten...

JI (golem.de) 09. Sep 2002

Es heißt natürlich Silizium, wie auch im Rest des Artikels. ...jens

Specialist 09. Sep 2002

"[...] in die wie in einem Eierkarton aufgereiht Silikonatome mit einer speziellen...



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