Softline verkauft Direktvertrieb in England
Software-Händler mit gesteigerten Verlusten im Geschäftsjahr 2001/2002
Die Softline AG trennt sich von ihrer britischen, im Direktvertrieb tätigen Tochtergesellschaft Rapid, um sich in Zukunft verstärkt auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Rapid Group plc wird rückwirkend zum 1. September über ein Management-Buy-Out veräußert.
Mit dieser strategischen Entscheidung zieht sich Softline in Großbritannien aus dem Direktvertrieb zurück, um sich künftig wie angekündigt verstärkt auf den indirekten Vertrieb zu konzentrieren. Die getroffene Entscheidung soll sich positiv auf das künftige Jahresergebnis der Softline Gruppe auswirken, die mit der Softline UK weiter im wichtigen britischen Markt vertreten bleibt.
Die von Softline Ende 2000 übernommene Rapid hatte im Geschäftsjahr 2001/02 bei einem Umsatz von rund 17 Millionen Euro einen Jahresfehlbetrag von etwa 0,7 Millionen Euro ausgewiesen. Die Investition in Rapid wird per 30. Juni 2002 abgeschrieben.
Die anhaltend schwache Konjunktur, die im IT- und Software-Markt weiterhin keine Anzeichen der Besserung zeige, hinterließ aber auch in den Softline-Zahlen des Geschäftsjahres 2001/02 deutliche Spuren: Nach vorläufigen Zahlen entstand bei einem gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigerten Umsatz von 88,3 Millionen Euro ein EBIT von minus 11,9 Millionen Euro. Die Sofortabschreibungen auf Kaufpreis und Darlehen infolge des Verkaufs von Rapid belasteten das Ergebnis dabei mit rund 1,0 Millionen Euro. Insgesamt ergab sich ein Fehlbetrag von rund minus 10,5 Millionen Euro.
Softline verfügt derzeit über eine Cash-Position von 12,2 Millionen Euro bei einer Eigenkapitalquote von 62 Prozent der Bilanzsumme.
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