Preview: Tron2.0 - Das Spiel zum Kult-Film kommt
Nachdem der Name Disney Interactive in der Vergangenheit nicht unbedingt für qualitativ anspruchsvolle PC-Unterhaltung stand, versucht man mit Tron2.0 neue Wege zu gehen. Das erkennt man bereits an der Verpflichtung von Monolith – dieses amerikanische Entwicklerteam genießt auf Grund der Entwicklung von Spiele-Highligts wie No One Lives Forever oder Alien vs Predator 2 höchste Anerkennung unter den Spielern.
TRON2.0 ist primär als Action-Spiel ausgelegt und greift bekannte Film-Elemente auf – so wird es schnelle Disc-Schlachten ebenso geben wie die berühmten Lightcycle-Rennen. Das Spiel bietet zudem die Möglichkeit, die eigenen Charaktereigenschaften wie im Rollenspiel individuell zu gestalten. Die beeindruckenden Zwischensequenzen sowie die intelligente und komplexe Story sind streng an den Original-Science-Fiction-Film von 1982 angelehnt.
Reines Geballer wird man hier also vergeblich suchen, stattdessen steht eine gute Kombination aus Action und Story an. Neben dem Einzelspieler-Modus, der 35 Level beinhalten soll, wird es auch einen Multiplayer-Teil für bis zu 32 Personen geben.
Interview mit Jason Hall:
Im Rahmen der Spiel-Präsentation hatten wir auch die Möglichkeit, ein paar Worte mit Jason Hall, dem CEO von Monolith, zu wechseln:
Golem.de: Jason, neben Tron2.0 arbeitet ihr auch an The Matrix Online, einem weiteren Spiel, das auf einer Film-Lizenz basiert. Nun sind Lizenz-Umsetzungen ja oftmals dafür bekannt, dass ihre Qualität nicht allzu gut ist...
Jason Hall: Ja, und das ist einer der Gründe, warum wir das machen. Wir wollen den Leuten zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, auch ein Spiel zum Film wirklich gut werden zu lassen.
Jason Hall: Das ist nicht so einfach zu beantworten, es gab mehrere Treffen und Gespräche, und beide Seiten konnten sagen, was sie sich von dem Projekt versprechen und erwarten. Wir haben Disney allerdings gesagt: Wenn ihr wollt, dass aus Tron ein wirklich gutes Spiel wird, dann lasst uns einfach machen, redet uns nicht rein, sondern schaut einfach, was wir da bewerkstelligen.
Golem.de: Ist Disney Interactive ein guter Partner? Schließlich genießt dieses Label unter wirklichen Gamern bisher keinen allzu guten Ruf.
Jason Hall: Das stimmt, aber das weiß Disney auch. Tron2.0 ist ihr erstes wirklich ernsthaftes Spiele-Projekt, in das sie auch sehr viel Geld stecken – mehr Geld als in jedes andere PC-Produkt bisher. Insofern ist es natürlich auch ein Test. Wenn Tron gut läuft, wird Disney zukünftig viel mehr in diesem Bereich machen, wenn sich das Spiel nicht verkauft, war Tron ein einmaliger Versuch.
Golem.de: Seid ihr eigentlich auch alle Fans des Films?
J Jason Hall: Ja, die meisten bei uns haben den Film damals geliebt, als er erschienen ist, insofern ist es schon eine schöne Sache, etwas daraus machen zu können. Wir arbeiten zum Teil sogar mit Syd Mead, dem Designer des Original-TRON-Films zusammen. Aber nichtsdestotrotz wird das Spiel ganz anders als der Film, weil wir noch vieles mehr implementieren.
Golem.de: Zum Beispiel?
Jason Hall: Im eigentlichen Film gab es gerade mal ein Computer-System, bei uns im Spiel wird es eine ganze Reihe geben, die sich natürlich vor allem grafisch deutlich voneinander unterscheiden werden. Als Spieler wanderst du von System zu System, lässt dich zum Beispiel auch mal auf einen PDA transportieren, wofür natürlich vorher eine Komprimierung von dir nötig ist – sonst würde das Ganze ja nicht funktionieren. Wenn du den Titel spielst, wirst du merken, warum der Name Monolith auf der Packung steht...