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Preview: Tron2.0 - Das Spiel zum Kult-Film kommt

Interview mit Monolith-CEO Jason Hall. 1982 begeisterte der Disney-Film Tron Kinozuschauer mit seiner intelligenten, futuristischen Science-Fiction-Story. Zum 20-jährigen Jubiläum gibt es nun nicht nur eine DVD-Neuauflage des Klassikers, sondern es wird auch an einer PC-Spiel-Umsetzung gearbeitet. Wir hatten die Möglichkeit, einen ersten Blick auf das Spiel zu werfen sowie ein Interview mit Jason Hall, dem CEO des für die Entwicklung zuständigen Monolith-Teams, zu führen.
/ Thorsten Wiesner
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Nachdem der Name Disney Interactive in der Vergangenheit nicht unbedingt für qualitativ anspruchsvolle PC-Unterhaltung stand, versucht man mit Tron2.0 neue Wege zu gehen. Das erkennt man bereits an der Verpflichtung von Monolith – dieses amerikanische Entwicklerteam genießt auf Grund der Entwicklung von Spiele-Highligts wie No One Lives Forever oder Alien vs Predator 2 höchste Anerkennung unter den Spielern.

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Die Story des Spieles ist dabei recht umfangreich und mit wenigen Worten nur ansatzweise zusammenzufassen: Zwanzig Jahre nach der eigentlichen Handlung des Kinofilms weigert sich Alan Bradley, eine der Hauptfiguren des Originalfilms, den fCon-Agenten Informationen preiszugeben. Daraufhin verschwindet er unter mysteriösen Umständen. Sein Sohn Jet, ein junger Computerfachmann, der für ENCOM arbeitet, tritt in die digitale Welt ein, um nach Antworten zu suchen. Hier deckt er eine finstere Verschwörung auf, welche außer Kontrolle zu geraten scheint.

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Jets primäres Ziel ist es, seinen Vater zu finden, doch ist es genauso wichtig, lebend aus den virtuellen Computerabgründen herauszukommen. Damit ihm beides gelingt, muss er die Gegner in dieser fremden, parallelen Welt besiegen.

TRON2.0 ist primär als Action-Spiel ausgelegt und greift bekannte Film-Elemente auf – so wird es schnelle Disc-Schlachten ebenso geben wie die berühmten Lightcycle-Rennen. Das Spiel bietet zudem die Möglichkeit, die eigenen Charaktereigenschaften wie im Rollenspiel individuell zu gestalten. Die beeindruckenden Zwischensequenzen sowie die intelligente und komplexe Story sind streng an den Original-Science-Fiction-Film von 1982 angelehnt.

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Ausgestattet mit einem großen Arsenal von digitalen Waffen, Schilden und ausgefallenen, nützlichen Gadgets erkundet man als Jet über zwanzig verschiedene Computer-Systeme. Dabei merkt man dem Spiel schon jetzt die Fülle an kreativen Ideen an – Monolith hat sich unter anderem darüber Gedanken gemacht, wie es wohl in einem Computersystem etwa beim Laden einer Datei oder dem Komprimieren von Daten aussieht. Auch auf die optische Umsetzung einer Firewall wird man beim Spielen stoßen.

Reines Geballer wird man hier also vergeblich suchen, stattdessen steht eine gute Kombination aus Action und Story an. Neben dem Einzelspieler-Modus, der 35 Level beinhalten soll, wird es auch einen Multiplayer-Teil für bis zu 32 Personen geben.

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Vor allem optisch wirkt Tron2.0 auch jetzt schon beeindruckend. Die 3D-Grafik basiert dabei auf dem neuen Triton-System des Monolith-Tochterunternehmens LithTech. Ein wenig muss man sich allerdings noch gedulden, derzeit geht man davon aus, dass das Spiel ab März 2003 erhältlich sein wird.

Interview mit Jason Hall:

Im Rahmen der Spiel-Präsentation hatten wir auch die Möglichkeit, ein paar Worte mit Jason Hall, dem CEO von Monolith, zu wechseln:

Golem.de: Jason, neben Tron2.0 arbeitet ihr auch an The Matrix Online, einem weiteren Spiel, das auf einer Film-Lizenz basiert. Nun sind Lizenz-Umsetzungen ja oftmals dafür bekannt, dass ihre Qualität nicht allzu gut ist...

Jason Hall: Ja, und das ist einer der Gründe, warum wir das machen. Wir wollen den Leuten zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, auch ein Spiel zum Film wirklich gut werden zu lassen.

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Golem.de: Bei Tron arbeitet ihr ja mit Disney zusammen. Ist Disney auf euch zugekommen oder seid ihr zu ihnen gegangen?

Jason Hall: Das ist nicht so einfach zu beantworten, es gab mehrere Treffen und Gespräche, und beide Seiten konnten sagen, was sie sich von dem Projekt versprechen und erwarten. Wir haben Disney allerdings gesagt: Wenn ihr wollt, dass aus Tron ein wirklich gutes Spiel wird, dann lasst uns einfach machen, redet uns nicht rein, sondern schaut einfach, was wir da bewerkstelligen.

Golem.de: Ist Disney Interactive ein guter Partner? Schließlich genießt dieses Label unter wirklichen Gamern bisher keinen allzu guten Ruf.

Jason Hall: Das stimmt, aber das weiß Disney auch. Tron2.0 ist ihr erstes wirklich ernsthaftes Spiele-Projekt, in das sie auch sehr viel Geld stecken – mehr Geld als in jedes andere PC-Produkt bisher. Insofern ist es natürlich auch ein Test. Wenn Tron gut läuft, wird Disney zukünftig viel mehr in diesem Bereich machen, wenn sich das Spiel nicht verkauft, war Tron ein einmaliger Versuch.

Golem.de: Seid ihr eigentlich auch alle Fans des Films?

J Jason Hall: Ja, die meisten bei uns haben den Film damals geliebt, als er erschienen ist, insofern ist es schon eine schöne Sache, etwas daraus machen zu können. Wir arbeiten zum Teil sogar mit Syd Mead, dem Designer des Original-TRON-Films zusammen. Aber nichtsdestotrotz wird das Spiel ganz anders als der Film, weil wir noch vieles mehr implementieren.

Golem.de: Zum Beispiel?

Jason Hall: Im eigentlichen Film gab es gerade mal ein Computer-System, bei uns im Spiel wird es eine ganze Reihe geben, die sich natürlich vor allem grafisch deutlich voneinander unterscheiden werden. Als Spieler wanderst du von System zu System, lässt dich zum Beispiel auch mal auf einen PDA transportieren, wofür natürlich vorher eine Komprimierung von dir nötig ist – sonst würde das Ganze ja nicht funktionieren. Wenn du den Titel spielst, wirst du merken, warum der Name Monolith auf der Packung steht...


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