World Cyber Games: 14 deutsche Spieler fliegen nach Korea
136 Spieler kämpften an ebenso vielen Wettkampf-Rechnern um ein Ticket nach Korea zur jährlichen Weltmeisterschaft der interaktiven Spiele World Cyber Games (WGC) Ende Oktober. Im Wettkampf-Programm der German Finals wurde unter anderem in Strategie- und Sportspielen wie FIFA 2002 und Starcraft gegeneinander angetreten.
Zwei Großleinwände übertrugen das Geschehen auf den Computermonitoren in die Halle. Bis zu 800 Zuschauer verfolgten die Partien. Auch über das Internet konnten Spiel-Fans bei den Meisterschaften mitfiebern. Preisgelder und Sachpreise im Wert von 40.000 Euro belohnten die Wettkampf-Sieger. Zu den Sponsoren des von Samsung und MoG The Ministry of Games veranstalteten Wettstreites gehörte auch die Games Convention der Leipziger Messe.
Insgesamt 14 Spieler fliegen nun für die deutsche Nationalauswahl zum mit 300.000 Dollar dotierten Finale. Einen der begehrten Plätze hat sich der 17-jährige Fredrik Keitel aus Berlin in der Kategorie "Starcraft: Broodwar" gesichert. Der Gymnasiast spielt im pg-Clan, der seit vier Jahren existiert und deutschlandweit 70 Mitglieder hat. Keitel trainiert durchschnittlich drei Stunden am Tag und konnte im letzten Jahr bereits Wettkampf-Erfahrungen in Korea sammeln. "Dort sind Spielstars auch Werbestars. Computerspiel-Wettbewerbe werden im Fernsehen übertragen" , berichtet der Schüler, der in dem asiatischen Land sogar um ein Autogramm gebeten wurde. In diesem Jahr wird er bei den World Cyber Games auf 500 Spieler aus 50 Ländern treffen.



