Fujitsu entwickelt Maus mit Handflächen-Venen-Erkennung
Die Venenmuster in den Handflächen sollen – wie auch Fingerabdrücke – unverwechselbare Erkennungsmerkmale eines Menschen sein. Das Einzige, was sich im Laufe der Entwicklung eines Menschen an ihnen verändert, soll ihre Größe sein.
Beim Erkennungsverfahren beleuchtet Fujitsu erst die Handfläche mittels Infrarotlicht, welches die direkt unter der Haut liegenden Venen dunkel hervortreten lässt. Diese werden dann mittels Digitalkamera-Element fotografiert, das resultierende Bild der Venenmuster wird von einem speziellen Algorithmus mit bereits gespeicherten Mustern verglichen. Bei der Erkennung ist Fujitsu zuversichtlich, dass bei Weiterentwicklung der Technik eine Fehlerrate von 0,5 Prozent oder weniger erreicht werden kann. Details der Technik will Fujitsu im Laufe dieser Woche in einem Seminar in Tokio bekannt geben.
Als Anwendungsbeispiel hat Fujitsu einen Computer-Maus-Prototyp entwickelt, welcher eine bequeme biometrische Authentifizierung für PCs ermöglichen könne. Der Vorteil der Maus sei es, dass die Venenmuster-Erkennung in dem Mausrücken integriert bei der normalen Mausnutzung nicht stört. Abseits vom Computer könne die Technik aber auch in Wandplatten oder mobile Lesegeräte für andere Anwendungen integriert werden. Fujitsu erwartet, dass man die Technik nicht nur zum Einloggen in einen PC, sondern auch für die Gebäudesicherung und elektronische Transaktionen einsetzen kann.
Biometrische Erkennungssysteme auf Basis von Fingerabdruck- und Gesichtserkennung sind allerdings in Kritik geraten, da sie noch zu leicht zu überlisten oder zu fehleranfällig seien, wie etwa die c't Anfang des Jahres in einem Artikel detailliert beschrieb. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technik weiterentwickelt und wie zuverlässig Fujitsus neue Lösung ist.
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