Spieletest: Crazy Taxi - Jetzt auch für den PC erhältlich
Kurzweiliger Funracer. Mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis die spaßige Raserei Crazy Taxi ihren Weg von der Dreamcast auf den PC gefunden hat. Und wie so oft ist auch hier bei der Konvertierung des Konsolentitels nicht so sorgfältig vorgegangen worden, wie man es sich als PC-Spieler eigentlich wünschen würde.
Das unterhaltsame und kurzweilige Spielprinzip wurde natürlich identisch beibehalten. Man wählt aus einer Reihe recht bizarrer Gestalten einen Fahrer aus und hetzt mit diesem und dessen Taxi fortan durch die Großstadt, um Fahrgäste aufzusammeln und möglichst schnell an ihren Bestimmungsort zu bringen. Dabei ist es nicht nur wichtig, wie zügig man die gewünschte Örtlichkeit erreicht, sondern auch, wie ansprechend das eigene Fahrverhalten ist - waghalsige Stunts und Sprünge bringen zusätzliches Geld in die Taxikasse.
Neben dem Hauptspiel gibt es zudem noch eine Reihe kleinerer Mini-Games, die für Abwechslung sorgen: So kann man unter anderem auf einer Kegelbahn Kegel umwerfen oder aber sich mit Hilfe einer Rampe im Auto-Weitsprung betätigen. Die Steuerung ist dabei sehr simpel, reagiert aber leider nicht ganz so fix wie beim Dreamcast-Vorbild.
Bei der technischen Umsetzung wurde leider arg geschlampt: So ist es etwa nicht möglich, in den Menüs die Maus zu benutzen, stattdessen müssen sämtliche Punkte mit der Tastatur angewählt werden. Noch schlimmer wird es bei der Grafik: Zwar sieht Crazy Taxi am PC nicht wirklich schlecht aus, Unterschiede zur Dreamcast-Version lassen sich aber - einmal abgesehen von den am PC natürlich höheren möglichen Auflösungen - praktisch nicht ausmachen - in Anbetracht der über zwei Jahre, die die Grafik somit schon auf dem Buckel hat, ein nicht verständliches Manko.
Auch ansonsten sind Unterschiede zum Konsolen-Vorbild nur mit der Lupe auszumachen, einzig der immer noch aus guten und lauten Punkrock-Sounds bestehenden Musikkulisse wurden ein paar neue Songs spendiert.
Fazit: Crazy Taxi macht auch am PC praktisch genauso viel Spaß wie damals auf der Dreamcast, die rasante Raserei (inklusive vor dem Wagen des Spielers flüchtende Passanten) bietet einfach einen sehr hohen Unterhaltungswert. Enttäuschend ist es trotzdem, dass nicht einmal versucht wurde, den Titel an aktuelle technische Möglichkeiten anzupassen - kaum ein PC-Spieler wird sich wohl über ein Programm freuen, das in dieser Form schon seit mehr als zwei Jahren auf einer mittlerweile nicht mehr produzierten Konsole erhältlich ist.