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Agere Systems steigt bei Optoelektronik aus

Abbau von ca. 4.000 Arbeitsplätzen

Agere Systems hat eine Neudefinition seiner geschäftlichen Aktivitäten angekündigt und will sich künftig auf die Realisierung integrierter Schaltungen (ICs) konzentrieren. Das Unternehmen verabschiedet sich damit vom Optoelektronik-Geschäft, das im Juni-Quartal 2002 etwa 10 Prozent des Gesamtumsatzes von Agere Systems ausmachte. Agere sucht nach einem Käufer für den gesamten Geschäftsbereich bzw. Teile davon, wird hier aber seine Tätigkeiten auf jeden Fall bis spätestens 30. Juni 2003 einstellen.

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Die dramatischen Veränderungen in der Telekommunikationsindustrie mit Ausgabenkürzungen, Überkapazitäten im Kernnetz sowie erheblichen Verzögerungen bei der Markteinführung schnellerer Technologien, haben die Nachfrage nach optoelektronischen Bauelementen deutlich zurückgehen lassen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens RHK ist zu erwarten, dass bei den optoelektronischen Bauelementen, mit denen im Jahr 2000 noch 7 Milliarden US-Dollar Umsatz erreicht wurden, im Jahr 2002 ein Umsatzrückgang auf 2,3 Milliarden US-Dollar bevorsteht, was einem Minus von 67 Prozent entspricht. Diese Verringerung geht in erster Linie auf den schwachen Geschäftsverlauf im Langstrecken-Segment zurück, auf das die optoelektronischen Lösungen von Agere hauptsächlich ausgerichtet waren.

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"Wir machen Agere zu einem führenden Anbieter von IC-Lösungen für Kommunikations- und Computer-Anwendungen, die langfristig das größte Potenzial bergen", erklärte John Dickson, President und CEO von Agere, und fügte hinzu: "Bei der Aufgabe unseres Optoelektronik-Geschäfts geht es uns in erster Linie darum, die uneingeschränkte Unterstützung unserer Opto-Kunden während der Umstellungsphase zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass wir unseren Verpflichtungen gegenüber diesen Kunden gerecht werden."

Agere will weiterhin hoch entwickelte ICs für drahtlose Datenübertragungs- und Massenspeicher-Anwendungen sowie Multi-Service-Netzwerklösungen für Segmente wie den Metro-, Access- und Enterprise-Bereich liefern.

Für den Endanwender-Markt, den die Client Systems Group von Agere betreut, wird das Unternehmen auch in Zukunft IC-Lösungen für Anwendungen in den Bereichen Computing, Massenspeicher, Mobiltelefone und Wireless-LANs anbieten. Auf die Client Systems Group entfielen im Juni-Quartal nahezu 60 Prozent des Umsatzes von Agere.

Im Zuge der geplanten Aufgabe des Optoelektronik-Geschäfts wird das Unternehmen den Betrieb in seinen Werken Dallas (Texas/USA), Alhambra und Irwindale (Kalifornien/USA) sowie Matamoros (Mexiko) einstellen bzw. verkaufen. Aus diesem Grund sowie wegen des bereits früher angekündigten Verkaufs des Geschäftsbereichs Analog Linecards entfällt für das Unternehmen die Notwendigkeit, seinen Fertigungsbetrieb in den Werken Reading und Breinigsville (Pennsylvania/USA) nach Allentown (Pennsylvania) zu verlagern. Wie schon im Januar dieses Jahres bekannt gegeben, wird Agere die Werke Reading und Breinigsville verkaufen, sobald der Betrieb dort eingestellt ist.

Bis Ende September 2003 wird das Unternehmen seine in Allentown verbliebene IC-Waferfertigung nach Orlando (Florida) verlegen. Hierdurch kann Agere seine gesamte Produktion in den USA in einem einzigen Werk konzentrieren, was hinsichtlich des Platz- und Kostenaufwands für die Produktion erhebliche Einsparungen ermöglichen soll.

Nach wie vor sucht Agere nach einem Käufer für das Werk in Orlando. Diese Produktionsstätte soll bei laufendem Betrieb verkauft werden, so dass auch in Zukunft Produkte aus diesem Werk bezogen werden können. Sollte sich kein Käufer finden, plant Agere, den Betrieb in Orlando mindestens bis September 2004 aufrechtzuerhalten. Allentown wird Hauptsitz von Agere Systems bleiben. Zwei Standorte beherbergen hier die Bereiche Forschung und Entwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und weitere firmeninterne Funktionen.

Die fortlaufende Rationalisierung der Geschäftsaktivitäten von Agere sowie die Pläne, aus dem Optoelektronik-Geschäft auszusteigen und die Fertigung in Orlando zu konzentrieren, werden zu einem Abbau der aktiven Belegschaft von derzeit 11.200 Mitarbeitern auf etwa 7.200 Beschäftigte im Dezember 2003 führen.



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