Studie: Internet wird wichtiger als Informationsquelle

Fernsehen und privates Gespräch immer noch wichtigste Informationslieferanten

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat in seiner aktuellen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse "AWA 2002" im ersten Quartal 2002 insgesamt 21.513 Deutsche ab 14 Jahren nach den für sie wichtigsten Informationslieferanten befragt. Das Internet hat dabei in den letzten Jahren deutlich zugelegt und soll sich als Ergänzung insbesondere von Zeitungen und Zeitschriften etabliert haben.

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Das Fernsehen steht als Informationslieferant für die Bevölkerung seit langem an erster Stelle, daran hat sich auch 2001/2002 nichts geändert. Auf die Frage, wo und auf welche Weise man sich normalerweise informiert, wenn man einmal etwas genauer wissen will, verwiesen 1999 67 Prozent auf das Fernsehen, inzwischen tun das laut Studie 73 Prozent.

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An zweiter Stelle auf der Rangliste der Quellen, aus denen man sich nähere und umfangreichere Informationen holt, steht für 71 Prozent das private Gespräch: "Ich frage jemanden in meiner Familie, Freunde, Bekannte". An dritter Stelle kommen Zeitungen als Informationsquelle.

Die Zahl der Befragten, die sich normalerweise ihre weitergehenden Informationen aus den Zeitungen holen, ist seit 1999 von 58 Prozent auf 61 Prozent angestiegen. Bei den Zeitschriften als vertiefende Informationsquelle gab es hingegen eine minimale Senkung von 56 (1999) auf 54 Prozent (2002), was Allensbach als weitgehend stabil bezeichnet.

Dass Zeitungen und Zeitschriften als besondere Informationsquellen weiter im hohen Maße von der Bevölkerung genutzt werden, ist für das Allensbach-Institut vor allem deshalb interessant, weil in den letzten Jahren neben dem Fernsehen mit dem Internet noch eine zusätzliche Informationsquelle immer wichtiger geworden ist: 1999 sagten erst 9 Prozent der Bevölkerung, dass sie ihre Informationen normalerweise im Internet suchen. Mittlerweile sagen das 29 Prozent.

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Damit ist den Befragten das Internet als Informationsquelle mittlerweile fast so wichtig wie das Radio, das von 1999 noch 26 Prozent und 2002 von 32 Prozent als wichtig eingestuft wurde. Leicht verloren haben hingegen Buchhandlungen (25 auf 22 Prozent) und Bibliotheken (17 auf 15 Prozent) zum Erwerb bzw. der Ausleihe von Sachbüchern.

Laut der Studie hat sich die Benutzung des Computers bei der Informationsbeschaffung in den letzten Jahren rasant entwickelt - vor allem bei jungen Menschen. Noch 1999 verwiesen erst 18 Prozent der 14- bis 17-Jährigen auf das Internet als den Ort, an dem sie sich normalerweise genauer über Themen informieren, für die sie sich interessieren. Inzwischen sind aus den 18 Prozent 52 Prozent geworden.

Nachdem es laut der Allensbach-Studie anfangs so aussah, als könnte die Zeitung als wichtige Informationsquelle bei den jungen Leuten durch das Internet zurückgedrängt werden, zeige die aktuelle AWA 2002 jedoch, dass das Internet die Zeitung in der Regel nicht verdrängt, sondern vielmehr ergänzt.

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banzai 09. Jan 2003

bis ich in einem Zeitschriftenstapel was rausgesucht, gescannt und per mail verschickt...

joey 12. Aug 2002

Die AWA stellt mit Sicherheit eine gute Statistik dar.... ....aber traue keiner...

CK (Golem.de) 09. Aug 2002

Mich auch, aber leider liegt uns nur eine Zusammenfassung vor - was darüber hinausgeht...

Rainer Klein 09. Aug 2002

Sehr geehrter Herr Klaas, gutes return! wenn es zu wenig PIXEL sind ist die Auflösung zu...

CK (Golem.de) 09. Aug 2002

Man sollte vielleicht nicht nur die Überschrift lesen. ;)) Gruss, Christian Klass Golem.de



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