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Janis Ian fordert Plattenfirmen zum Online-Experiment auf

Alte Titel sollen zum Download angeboten werden

Die US-Künstlerin Janis Ian hat mit ihrem Aufsatz "The Internet Debacle", in dem sie sich, anders als die Musikindustrie, für Musiktauschbörsen im Internet ausspricht, mehr Aufmerksamkeit erregt als sie erwartet hatte. Mittlerweile wurde der Aufsatz in neun Sprachen übersetzt und auf über 1.000 Websites veröffentlicht. Nun legt die Künstlerin nach und schlägt ein Online-Experiment zum Musikverkauf im Internet vor.

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Ian bleibt dabei, dass Musikdownloads der Industrie nicht ernsthaft schaden, da ihrer Meinung nach Konsumenten bereit sind, für ein Produkt zu zahlen, wenn die Industrie denn ein Produkt anbietet, das sie kaufen wollen, auch wenn es kostenlos heruntergeladen werden kann. "Wasser ist kostenlos, viele von uns trinken aber Wasser aus Flaschen, da es besser schmeckt", so Janis Ian.

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Um ihre Ansichten zu überprüfen, schlägt Janis Ian ein Experiment vor. Alle Plattenfirmen sollen zusammen eine Website aufbauen und dort für ein Jahr all die Titel zum Download anbieten, die nicht mehr hergestellt werden. Da die Titel offiziell nicht mehr im Angebot seien, könne auch keiner Geld verlieren, und gibt es ein Interesse für ein solches Angebot, sollte die Seite recht hohen Traffic erzielen.

Dabei sollen alle Titel nur als Downloads angeboten werden, entsprechende CDs soll es keine geben. Damit will Ian eine Verfälschung der Resultate verhindern.

Zudem sollen die Plattenfirmen einen "angemessenen" Preis für die Downloads verlangen. Ian hält Preise von 1,50 US-Dollar pro Titel für vollkommen unseriös und schlägt einen Preis von rund 0,25 US-Dollar pro Titel vor. Eine Beschränkung der Anzahl der monatlich erhältlichen Titel soll es nicht geben.

Die Einnahmen sollen letztendlich gerecht zwischen Künstlern und Industrie geteilt werden. Die Plattenfirmen sollen zunächst die Kosten für die Erstellung der Site erhalten. Ein "angemessener" Betrag von jedem Download soll zur Begleichung der Kosten abgeführt werden. Darunter fasst Ian alle beteiligten Parteien, nicht nur die Künstler. Die entsprechenden Abrechnungen sollen zudem öffentlich zugänglich sein. Was darüber hinausgeht soll zu gleichen Teilen zwischen Plattenfirmen, Künstlern, Songschreibern und Publishern geteilt werden, die Kosten für das Album seien schließlich längst eingespielt.

Die Titel sollen dabei in diversen Formaten angeboten werden, von WAV über MP3 bis OggVorbis, wobei unter Umständen für hohe Samplingraten etwas höhere Preise verlangt werden können.



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GHOST 23. Mär 2003

Das ist gar nicht völliger Blödsinn, da ist wirklich etwas daran! Jeder der nicht ganz...

Brummbaer 05. Sep 2002

Hier war glaube ich weniger die Aufnahmequalität als eher die Qualität der Musik an sich...

rochester 09. Aug 2002

naja, erfolglos ist für eine mehrfache grammy gewinnerin vermutlich das falsche wort ich...

Herrmann 09. Aug 2002

Guck mal auf ihre WebsSite. Die Frau hat 17 Alben gemacht, das erstr 1967 - so ganz...

Martin 09. Aug 2002

Ack! Kann dir und der Frau nur zustimmen. Martin


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