Abo
  • Services:

Markt für Überwachungstechnik boomt

Sicherheitsbedürfnis stärker als Bedenken von Datenschützern

Die Sicherung von Gebäuden und öffentlichen Plätzen soll zukünftig eine immer größere Rolle spielen, und so wird auch der Markt für CCTV-Systeme (closed circuit television systems) wachsen. Einer Studie von Frost und Sullivan zufolge soll der Weltmarkt jährliche Wachstumsraten von 12,7 Prozent ausweisen.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut Deepak Shetty, Industry Analyst der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, trugen die Terroranschläge vom 11. September 2001 zu deutlichen Absatzsteigerungen im CCTV-Bereich bei. Shetty rechnet weltweit mit Umsatzsteigerungen von 4,66 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001 auf 10,61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 12,7 Prozent entspricht.

Stellenmarkt
  1. B. Strautmann & Söhne GmbH & Co. KG, Bad Laer
  2. Zentiva Pharma GmbH, Berlin

Seitdem die Nachfrage größer und die Konkurrenz zahlreicher geworden ist, hat die Industrie einige technologische Fortschritte erzielen können. Mit Hilfe von Gesichtserkennung, digitaler Speicherung und intelligenter Software hat CCTV nach Ansicht von Frost gegenüber anderen Sicherheitssystemen deutliche Vorteile aufzuweisen. Insbesondere der Umstieg von analogen auf digitale Systeme habe die Produkteigenschaften verbessert; so ermögliche beispielsweise die Integration des Internets auf einfache Art die Überwachung aus der Distanz. Hersteller von Sicherheitslösungen bieten neuerdings Systeme mit mehreren Funktionen an: je nach Bedarf kann zwischen Zutritts-, Anwesenheitskontrolle und anderen Überwachungsmöglichkeiten gewählt werden.

Kritiker bemängeln die Einschränkung der persönlichen Freiheit durch den zunehmenden Einsatz von Überwachungssystemen. Eine der umstrittensten Technologien ist die Gesichtserkennung. Ihr Einsatz beim Super Bowl XXXV in Tampa, Florida, sorgte für starken Protest. Der Verlust an Anonymität und das Image einer immer anwesenden "Big Brother"-Regierung stellt für viele einen Angriff auf ihre Individualität dar. "In den Vereinigten Staaten", erklärte Shetty, "glauben die Menschen, dass CCTV-Systeme das Potenzial haben, in ihre Privatsphäre einzudringen. Diese allgemeine Besorgnis basiert auf Missverständnissen, die nicht so einfach ausgeräumt werden können."

Nichtsdestotrotz soll Nordamerika (USA und Kanada) bis zum Ende des Prognosezeitraums die weltweit höchsten Umsätze verzeichnen. Der Anteil am Weltmarkt liegt derzeit bei 44 Prozent und soll auch in den nächsten Jahren in dieser Größenordnung bleiben.

Auch in Europa boomt der Markt für CCTV-Systeme. Frost & Sullivan prognostiziert Umsatzsteigerungen von 1,95 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001 auf 3,82 Milliarden im Jahr 2008, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,4 Prozent entspricht.

Großbritannien ist weltweiter Spitzenreiter bezüglich der Anzahl installierter Überwachungskameras. Hier ist der Einsatz von CCTV-Systemen in öffentlichen Bereichen seit langem alltäglich und wird von der Bevölkerung als nützliche Schutzeinrichtung gesehen. Dank geplanter Erweiterungen wie Verhaltenserkennungssysteme wird im Jahr 2006 europaweit mit einem überdurchschnittlichen Wachstum gerechnet.

Zahlreiche Hersteller und Sicherheitsagenturen versuchen durch Marketingaktivitäten das Image von Überwachungssystemen zu verbessern. Durch aufklärende Kampagnen bemühen sie sich, Bedenken bezüglich des Eingriffs in die Privatsphäre mit dem Argument des Sicherheitsnutzens auszuräumen. Obwohl diese Befürchtungen nicht von der Hand zu weisen sind, ist die Öffentlichkeit in Bezug auf Überwachungskameras nach Erkenntnissen von Frost und Sullivan bereits deutlich toleranter geworden. Auf Grund der Zunahme von Gewalt wird der Sicherheitsgedanke langfristig überwiegen und der Einsatz von CCTV-Systemen somit weniger umstritten sein, prognostizieren die Analytiker.

Die Studie heißt "Frost & Sullivan's Analysis Of The World CCTV-based Applications Markets".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€ (mtl., monatlich kündbar)
  2. 229,99€
  3. ab 19,99€
  4. (u. a. Death Wish, The Revenant, Greatest Showman)

sevenofnine 06. Aug 2002

Na klasse, das haben die Juden, Kirchengläubige, Schwule, Kommunisten, Sozialdemokraten...

Anti-Troll-Force 06. Aug 2002

Nerv heise.de weiter, OK?

Trollkrätze 06. Aug 2002

Sind die Schulferien tatsächlich so schlimm, dass du jetzt auch schon bei Golem...

883 06. Aug 2002

Überwachung (und Strafe) finde ich gut!!!!!!!!!!!! Schließlich haben ehrliche Bürger...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Raspi-Tastatur und -Maus im Test: Die Basteltastatur für Bastelrechner
Raspi-Tastatur und -Maus im Test
Die Basteltastatur für Bastelrechner

Für die Raspberry-Pi-Platinen gibt es eine offizielle Tastatur und Maus, passenderweise in Weiß und Rot. Im Test macht die Tastatur einen anständigen Eindruck, die Maus hingegen hat uns eher kaltgelassen. Das Keyboard ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Bastelprojekte.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bastelcomputer Offizielle Maus und Tastatur für den Raspberry Pi
  2. Kodi mit Raspberry Pi Pimp your Stereoanlage
  3. Betriebssystem Windows 10 on ARM kann auf Raspberry Pi 3 installiert werden

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

    •  /