US-Industrie könnte Filesharing-Nutzer bald legal angreifen
"Peer to Peer Piracy Prevention Act" soll Industrie den Gegenangriff ermöglichen
Vier US-amerikanische Kongressabgeordnete, darunter auch der DMCA-Befürworter Howard L. Berman, haben eine Gesetzesvorlage veröffentlicht, mit der Peer-to-Peer-Raubkopiernetzwerke bekämpft werden sollen. Der "Peer to Peer Piracy Prevention Act" getaufte Gesetzesvorschlag soll der Industrie die Möglichkeit geben, sich auch mit normalerweise verbotenen technischen Mitteln aktiv gegen Raubkopierer zu wehren - so soll das gezielte Angriffe auf Peer-to-Peer-Netzwerke bzw. deren Teilnehmer erlaubt werden.
"Den Gesetzesentwurf den meine Kollegen und ich heute vorgestellt haben wird dem Markt die Freiheit geben, Techniken zu entwickeln, die P2P-Piraterie vereiteln ohne die P2P-Netzwerke selbst zu behindern. Dies ermöglicht er indem er Urheberrechts-Inhabern unter bestimmten beschränkten Bedingungen erlaubt, technische Werkzeuge zu nutzen um die P2P-Piraterie zu konterkarieren ohne Angst vor rechtlichen Konsequenzen haben zu müssen", so Berman.
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Dies umfasse das "Sperren, Stören, Blockieren, Ablenken und sonstige Beeinträchtigen" der Verbreitung von jeglichem urheberrechtlich geschützten Material auf öffentlich zugängigen Peer-to-Peer Filesharing-Netzwerken. Ohne gerichtliche Autorisation dürfen die Daten auf den Rechnern der Filetrader allerdings weder verändert noch zerstört werden. Möglich werden also etwa Denial of Service (DoS) Attacken und ähnliches, was auch nach US-Gesetzen noch verboten ist.
Da der Gesetzesvorschlag in den USA erwartungsgemäß schon für aufgeregte Diskussionen sorgt, wiegelte Berman bereits ab, dass der "Peer to Peer Piracy Prevention Act" es Urheberrechts-Inhabern nicht erlaube, Viren in P2P-Netzwerke zu schleusen, sich in persönliche Dateien von P2P-Nutzern zu hacken oder wahllos rechtmäßigen Dateitausch zu blockieren. "Zudem erlaubt unser Gesetz es Urheberrechts-Inhabern nicht, das Eigentum von Mittelsleuten zu schädigen, ISPs eingeschlossen, oder dem eigentlichen P2P-Piraten mehr als einen Bagatellschaden zuzufügen", so Berman.
Wer das Gesetz missbrauche, so es denn vom Kongress angenommen wird, und dessen Rahmenbedingungen übertrete, werde laut Berman mit den bestehenden Gesetzen hart bestraft. Betroffene "Filesharer" sollen dann gerichtlich gegen den Schuldigen vorgehen können, auch von staatlicher Seite könne man dann gegen ein schwarzes Schaf aktiv werden.
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Moin Leute! Ich kapier' nicht, was so schlecht an "Raub"kopien sein soll, ist doch voll...
Wie wäre es wenn die Filesharing Tools in ihrer Lizenz dann eine Klausel haben das...
Ein Amerikaner kann einen Deutschen immer angreifen, dazu braucht er keine Gesetz
habe gerade gelesen, dass die Seite der RIAA (die vereinigung der amerikansichen...