• IT-Karriere:
  • Services:

Gainward verklagt Actebis

Fällige Rechnungen wurden nicht bezahlt

Die deutsche Niederlassung des asiatischen Grafikkartenherstellers Gainward hat gegen den Distributor Actebis auf Grund nicht beglichener Rechnungen Klage beim Landgericht Arnsberg eingereicht. Wie Gainward mitteilte, handelt es sich um eine Summe von 25.000 Euro für gelieferte Grafikkarten.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut Gainward schloss man mit Actebis am 15. August 2001 einen Distributionsvertrag. Im April 2002 soll Actebis Gainward mit einem weder kommunizierten noch nachvollziehbaren Zahlungs- und Bestellboykott überrascht haben. Gainward bemängelt, dass neue Produkte nicht gelistet wurden und selbst Kundenbestellungen (so genannte Back Orders) seien bei Gainward nicht mehr nachbestellt worden. Interessierte Händler hätten so "bis zum Sankt Nimmerleinstag" auf ihre Gainward-Produkte warten müssen und sich deshalb über alternative Bezugsquellen versorgen müssen.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. Arconic Fastening Systems / Fairchild Fasteners Europe - Camloc GmbH, Kelkheim (Taunus)

Dadurch seien Restbestände im Wert von ca. 85.000 US-Dollar bei Actebis liegen geblieben. Dem Ansinnen des Großhändlers, die über 60 Tage gelagerte Ware zum ursprünglichen Kaufpreis zurückzugeben, wollte Gainward nicht entsprechen; der Fehler sei von Actebis mutwillig herbeigeführt worden. Stattdessen bot man Actebis ein Aktionspaket an, um - so Gainward in einer Pressemitteilung - "den Vertrieb bei Actebis wieder flott zu bekommen".

Stattdessen habe Actebis zunächst durch seine Rechtsabteilung mitteilen lassen, dass man beabsichtige, die Warenbestände mit Verlust zu verkaufen und das Defizit gegen Forderungen aufzurechnen. Geschäftsführer Urban habe später schriftlich mitgeteilt: "Da Sie auch hauptsächlich mit vielen kleinen Distributoren zusammenarbeiten, haben wir auch keine Chance, Ihre Produkte exklusiv und profitabel zu vermarkten", zitiert Gainward.

Da Vorschläge zu einer Einigung seitens Actebis nicht aufgegriffen wurden, habe sich Gainward nun entschieden, gegen den Großhändler zu klagen. Gainward hält sich weitere Schadensersatzforderungen wegen Nichterfüllung des noch bis zum 15. August 2003 laufenden Vertrags vor, betont aber, dass man weiterhin an einer konstruktiveren Lösung interessiert sei.

Frau Stephanie Babiel von der Actebis-Rechtsabteilung erklärte, dass ihr die Gainward-Klageschrift noch nicht vorliegen würde. Auf die Frage nach einer Stellungnahme in Bezug auf die von Gainward auch an Actebis versandte Pressemitteilung dementierte sie die Schilderung von Gainward zwar nicht, erklärte aber, dass man über die Klage überrascht sei, da man sich bereits mit Herrn Wolfram Tismer von Gainward geeinigt und die Zahlung der noch ausstehenden Rechnungen angewiesen habe.

Auf Nachfrage zeigte sich Herr Tismer, Germany Managing Director bei Gainward, seinerseits überrascht von dieser Information und erklärte, dass man die Klage sofort zurückziehen werde, sofern das Geld eintreffe. Er zeigte sich enttäuscht, dass Actebis erst auf Druck reagiere; das Gebaren des Distributors bezeichnete er gegenüber Golem.de als äußerst unüblich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samsung GQ55Q90RGTXZG QLED für 1.509€, Samsung UE82RU8009 (82 Zoll, 207 cm) für 1...
  2. (Blu-ray 99,99€, 4K UHD 199,99€)
  3. (aktuell u. a. Edifier Studio R1280T Lautsprecher für 69,90€, Acer XB241 YU Gaming-Monitor (165...
  4. (u. a. Watch Dogs 2 Gold Edition für 21€, Fallout: New Vegas Ultimate Edition für 2,99€, Star...

Folgen Sie uns
       


Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen

Mit 864 Einzelteilen und rund 90 Minuten Bauzeit ist die Lego-ISS bei Weitem nicht so komplex wie ihr Vorbild.

Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen Video aufrufen
Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Faltbares Smartphone Schutzfasern des Galaxy Z Flip möglicherweise wenig wirksam
  2. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  3. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+

    •  /