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Interview: Amazon als Buch und Bühnenstück

Golem.de: Amazon hat für einfache Customer-Service-Aufgaben anfangs nur Universitätsabsolventen eingestellt. Wie kam es, dass so viele Leute diese einfachen Jobs annahmen und sich sozusagen in die Firma verliebten?

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Daisey: Das ist die Millionen-Dollar-Frage, nicht wahr? Es war wohl eine Mischung aus Gier, Medienberichten, vielen Möglichkeiten und dem ehrlichen Wunsch, die Welt zu verändern. Die Natur dieser Dinge zu durchleuchten, das erledige ich in meiner Arbeit sehr ausführlich.

Golem.de: Meinen Sie, Amazon wird irgendwann einmal wirklich richtig profitabel sein? (Die so genannten "Operating Profits" zählen wir mal nicht mit.)

Daisey: Da bin ich vollständig leidenschaftslos. Wir beide haben uns ja getrennt. Klar ist nur, dass Amazon einen riesigen Schuldenhaufen mit sich herumschleppt, der für jeden Einzelhändler angsteinflößsend sein sollte. Also ist die Profitabilität weniger das Problem, sondern die Frage, wann man die ganzen Schulden abbezahlen kann. Aber ehrlich, ich werde die Zukunft der Firma nicht mehr beobachten.

Golem.de: Wenn Amazon untergeht - was würde das für das Internet bedeuten?

Daisey: Das wird nicht passieren. Die Marke ist so kräftig, dass irgendjemand ganz bestimmt die Site weiterbetreiben würde. Vielleicht mit ein paar Änderungen - verschwinden würde sie aber nicht. Genau das ist auch ein wichtiges Thema in meinem Buch und meiner Show: Die Macht, die Firmenmarken inzwischen haben und welche Beziehungen wir dadurch mit Unternehmen entwickeln.

Golem.de: Wenn der Zusammenbruch trotzdem käme, würden Sie Amazon vermissen?

Daisey: Das ist kein Thema. Amazon wird immer da sein, sogar wenn es einen Bankrott und eine Restrukturierung gäbe.

Golem.de: Sie haben inzwischen auch einige Fans in Europa - werden Sie auch hier "auf Tour" gehen?

Daisey: In London werde ich Anfang Juli mein Buch vorstellen, außerdem will ich später auch in Europa auftreten.

Golem.de: Herr Daisey, schönen Dank für das Gespräch.

Daisey: Ich danke Ihnen.

[Das Interview führte Ben Schwan.]

 Interview: Amazon als Buch und Bühnenstück
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Patrick 26. Jul 2002

Konstruktive Kritik? Welche Kritik soll das hier bitte sein? Ich sage nicht, dass golem...

Skatepunk 25. Jul 2002

Wenn du sagst das es auch ein Notiz getan hätte, darfst du nicht vergessen, dass ein...

redflexer 25. Jul 2002

Du fandest das Interview interessant? Ich fand es langweilig und nichtssagend, da muss...

Plasma 25. Jul 2002

Kennst du den Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und drei Kubikmetern heisser...

Patrick 25. Jul 2002

Ich fühle mich zwar nicht als absolute Internet Null, doch den Namen Daisey habe ich...


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