ATI Fire GL X1 - Profi-Grafikkarte auf Radeon-9700-Basis

High-End-Grafikkarte für 3D-Design und CAD

ATI Technologies hat mit der "Fire GL X1" nun für 3D-Designer und CAD-Anwender auch eine Profi-Version seiner noch nicht erhältlichen Radeon-9700-Grafikkarte angekündigt. Im Gegensatz zur Radeon 9700 verfügt die Fire GL X1 über deutlich mehr Speicher und spezielle Treiber.

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Über ihre 256-Bit-Speicherschnittstelle soll die Fire GL X1 256 MByte statt 128 MByte (Radeon 9700) DDR-SDRAM ansprechen. In Verbindung mit den acht Renderpipelines, Vertex- und Pixel-Shadern (Shader-Version 2.0) und AGP-8X-Unterstützung soll die Fire GL X1 Designern die hochqualitative Echtzeitdarstellung von 3D-Grafik ermöglichen, zumindest in Verbindungen mit künftigen Anwendungen, die DirectX 9 und OpenGL 2.0 unterstützen. ATI verspricht zudem eine insbesondere für den CAD-Bereich unverzichtbare fehlerfreie Berechnung und Darstellung. Shader-Unterstützung soll es etwa für Maya von Aliaswavefront, 3ds max von Discreet, Houdini von Side Effects Software und XSI von Softimage geben. Darüber hinaus sollen mehr als 16,7 Millionen Farben genutzt werden können.

Die Fire GL X1 mit 256 MByte DDR-SDRAM, zwei Display-Ausgängen und Unterstützung für vierfach gepufferten Stereografie-Brillen soll ab Oktober 2002 erhältlich sein, also etwa einen Monat nachdem ATI mit der Radeon 9700 ihr neues Flaggschiff für den Konsumenten-Markt liefern wird. Bei der Angabe von definitiven Chip- und Speichertaktraten hielt sich ATI bisher bei beiden Produkten zurück, er soll jedoch über 300 MHz liegen. Einen Preis für die Fire GL X1 nannte ATI noch nicht.

Auf der Siggraph 2002 zeigt ATI derzeit eine Fire GL X1 in Aktion: Gemeinsam mit Massive, welche die Rendersoftware für die Film-Trilogie "Der Herr der Ringe" entwickelte, zeigt man auf Linux-Workstations in Echtzeit berechnete Szenen aus dem Ende 2001 ins Kino gekommenen ersten Herr-der-Ringe-Teil. Dabei sollen neben Vertex- und Pixel-Shader-Effekten auch ATIs Higher-Order-Surface-Technik Trueform zum Einsatz gekommen sein. Da uns kein Bildmaterial vorliegt, ist es schwer einzuschätzen, wie nah man an die Filmvorlage herankommt. NVidia brüstete sich bereits im letzten Jahr damit, Szenen aus dem Kinofilm "Final Fantasy" auf einer GeForce4-basierten Quadro-Grafikkarte rendern zu können, erreichte jedoch nur wenige Bilder pro Sekunde mit deutlich reduzierter visueller Qualität.

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