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Software AG im ersten Halbjahr 2002 mit Gewinn

Anhaltende Nachfrageschwäche bei Softwarelizenzen

Die Software AG hat im ersten Halbjahr 2002 17 Prozent weniger umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Jahres 2001. Der Gesamtumsatz erreichte 239,8 Millionen Euro gegenüber 287,4 Millionen Euro im Vorjahr. Durch konsequentes Kostenmanagement habe man das Halbjahr aber mit einem operativen Gewinn abgeschlossen. Das Nettoergebnis wurde durch Sondererträge aus dem Verkauf von Firmenbeteiligungen zusätzlich erhöht und liegt mit 11,8 Millionen Euro um 9 Prozent über dem Vorjahr.

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Die bereits im ersten Quartal 2002 deutlich gewordene allgemeine Schwäche im IT-Markt habe sich im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres fortgesetzt. Der Umsatzrückgang von 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 sei vor allem auf deutlich geringere Lizenzeinnahmen zurückzuführen. Sie betrugen im abgelaufenen Halbjahr 55,3 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden noch 100,3 Millionen Euro umgesetzt; darin enthalten waren allerdings 15,5 Millionen Euro Einmalerlöse aus Technologieverkäufen.

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Das im Frühjahr 2002 erstmals aufgetretene Problem massiver Verschiebungen von Projekten habe sich fortgesetzt. "Wir sind zuversichtlich, dass viele der aus Budgetgründen zurückgestellten Aufträge zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden", erklärte dazu der Vertriebsvorstand Andreas Zeitler.

Das Servicegeschäft habe sich hingegen weiterhin stabil gezeigt, wobei die Wartungsdienstleistungen auf 102,3 Millionen Euro zunahmen, während sich die Umsätze für Projektdienstleistungen konjunkturell bedingt auf 81,5 Millionen Euro reduzierten.

Die Lizenzumsätze wurden getragen von den bewährten Großrechnerprodukten, die mit 42,6 Millionen Euro einen Anteil von 77 Prozent der Lizenzerlöse erreichten. Die Geschäfte mit den langjährigen Kunden zeigten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 stabiler als die Electronic Business Sparte, die stärker durch Neukunden und Vertriebspartner geprägt sei.

Der Lizenzverkauf von Electronic Business Software erzielte im ersten Halbjahr 12,7 Millionen. Die Umsätze waren in beiden Quartalen etwa gleich groß, so dass in diesem Segment noch keine Belebung des Marktes festzustellen sei. Die Kunden bevorzugten einfachere und kleinere Integrationsprojekte, was die durchschnittliche Projektgröße deutlich reduzierte und die Lizenzerlöse für das Produkt EntireX in den ersten sechs Monaten von 14,6 Millionen Euro in 2001 auf 7,3 Millionen Euro zurückgehen ließ.

Auch der XML Server Tamino erreichte mit 4,6 Millionen Euro nur etwa die Hälfte des Vorjahresumsatzes. Hinzu kamen im 2. Quartal erste Lizenzerlöse aus dem Verkauf von Content-Management-Lösungen in Höhe von 0,5 Millionen Euro.

Für das erste Halbjahr 2002 beträgt das operative Ergebnis vor Steuern 3,7 Millionen Euro. Dieses Ergebnis umfasst die seit der US-Akquisition regelmäßig zu verrechnende Firmenwertabschreibung in Höhe von 10,8 Millionen Euro. Hinzu kam ein außerordentlicher Ergebnisbeitrag von 18,5 Millionen Euro, der durch den Verkauf von 6,5 Prozent der Beteiligung an der SAP Systems Integration AG und Sonderaufwand für Restrukturierungsmaßnahmen bestimmt war. Der Gewinn vor Steuern für das erste Halbjahr 2002 stieg damit auf 22,2 Millionen Euro. Der Nettogewinn in Höhe von 11,8 Millionen Euro liegt um 9 Prozent über dem ersten Halbjahr 2001. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,43 Euro.

Die Bilanz per 30. Juni 2002 weist ein auf 197,4 Millionen erhöhtes Eigenkapital aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 43 Prozent. Das Unternehmen hat weiterhin keine Bankschulden und verfügt zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von 66,7 Millionen Euro. Der operative Cash-Flow erreichte im ersten Halbjahr 26,4 Millionen Euro.

Das Jahr 2002 zeige allerdings eine sehr unbefriedigende Marktentwicklung, die von einer Kaufzurückhaltung ungeahnten Ausmaßes sowie kleineren Projekten mit langen Entscheidungszyklen und sehr volatilen Umsätzen bei Softwarelizenzen gekennzeichnet sei. Gegenwärtig lassen sich noch keine Anzeichen für eine Belebung des Marktumfeldes erkennen, so die Software AG.

Auf Grund dieser Planungsunsicherheit, die durch den akuten Kursanstieg des Euro zum US-Dollar noch erhöht werde, sei die weitere Entwicklung schwer einzuschätzen. Der Vorstand der Software AG räumt daher dem Kostenmanagement höchste Priorität mit dem Ziel ein, auf Umsatzschwankungen möglichst zeitnah zu reagieren und die Profitabilität weiterhin nachhaltig zu sichern.

Auf Basis der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres und des eingeleiteten Kostensenkungsprogramms erwartet der Vorstand, auch das zweite Halbjahr 2002 mit Gewinn abzuschließen.



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