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WDR: Telekom kaschiert zweistelligen Milliarden-Verlust

VoiceStream als Kuckucksei?

Bilanz- und Börsenexperten werfen der Deutschen Telekom vor, Verluste in zweistelliger Milliarden-Höhe in ihrer Bilanz zu verstecken, berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus in seiner Sendung vom 23. Juli 2002. Anlass sei die in die Schlagzeilen geratene US-Mobilfunktochter VoiceStream.

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Der Bank- und Börsenexperte Prof. Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen/Nürnberg forderte gegenüber dem WDR die Telekom auf, "in der Halbjahresbilanz der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken, auch wenn dies die Gewinn- und Verlustrechung verhagelt." Von Plusminus befragte Analysten von Banken und Investmenthäusern vertraten einhellig die Auffassung, dass die noch mit rund 35 Milliarden Euro bilanzierte Telekom-Tochter in Wirklichkeit nicht einmal mehr die Hälfte wert sei. Telekom-Analyst Frank Heise von Union Investment riet dem Unternehmen sogar, VoiceStream auf ein Drittel abzuschreiben.

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Da die Deutsche Telekom in diesem Jahr ohnehin kaum mit schwarzen Zahlen rechnet, würde dies einen Verlust von rund 20 Milliarden Euro bedeuten, so der WDR. Ein Unternehmenssprecher der Telekom unterstrich jedoch gegenüber Plusminus, dass es auch unter dem neuen Telekom-Chef Helmut Sihler zu keiner solchen Abschreibung von VoiceStream kommen werde, da das Unternehmen sich aus Telekom-Sicht wie erwartet entwickele.

Aktionärsschützer Klaus Nieding von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz bewertete gegenüber Plusminus diese Einstellung, einen "maroden Verlustbringer" nicht in der Bilanz als solchen auszuweisen, als "aus Sicht der Aktionäre katastrophal".



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