Festplatte mit zwei Köpfen soll Eindringlinge fernhalten
Japanisches Unternehmen will Sicherheit von Webservern auf einfache Art erhöhen
Das japanische Unternehmen Scarabs hat ein neues Konzept zum Schutz von Webservern oder Intranets entwickelt: Ein Festplattenprototyp erlaubt den Anschluss von zwei Rechnern gleichzeitig: Während der eine Kontrolle über den Schreib-Lese-Kopf hat, kann der andere nur per Lese-Kopf zugreifen - laut Scarabs ein effektiver Schutz vor Eindringlingen, die Websites verunstalten, der zudem vergleichsweise günstig sein soll.
Während der In-House-Server so etwa zum Erstellen, Speichern und Verändern einer Website genutzt wird, kann ein weiterer Server diese lesen und ausliefern, aber Daten eben nicht verändern. Anwendungsgebiete wären etwa Public-Key-Server, Informationswebseiten von Behörden und Unternehmen sowie Server, die Streams ausliefern.
Ebenfalls möglich ist es, anstelle des reinen Lesekopfes auch einen reinen Schreibkopf zu installieren, falls der Server Logfiles oder anderes schreiben soll, auf die niemand von außerhalb zugreifen können soll. Per spezieller Festplatten-Firmware kann man zudem verhindern, dass Daten überschrieben oder verändert, sondern nur neue Dateien angelegt werden können, so Scarab. Als Anwendungsgebiete werden Logfile-Aufzeichnung, Monitoring und Mail-Server genannt.
Da die Köpfe unabhängig voneinander operieren, soll es keinen Leistungsverlust geben. Obwohl der Hardware-Aufwand höher ist, soll die Produktion von Festplatten mit zwei unabhängigen Köpfen einfach sein. Ein Demofilm zeigt die Festplatte auf Scarabs' Website in Aktion.
Das Konzept lässt sich auch auf Festplatten mit einem Schreib-/Lesekopf anwenden, wenn ihn sich zwei verschiedene Controller in der Festplatte teilen und einer davon nur die Lesefunktion nutzen darf. Noch hat Scarabs allerdings noch keinen Hersteller genannt, der entsprechende Platten mit der neuartigen Technik fertigen wird.
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Ha Ha Ha was heist hier : während der eine Kontrolle über den Schreib-Lese-Kopf...
Spannend ... Und was, wenn der Schreibrechner einen Write-Behind-Cache hat, seine Daten...
Von der Sicherheit aus gesehen macht das gut Sinn, ist nur noch die Frage des PREISES...
Hehehe, netter Konter.