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Spieletest: Nightcaster - Zauberlehrling auf der Xbox

Action-Rollenspiel von Microsoft. Wenn die eigenen Eltern von einem bösen Magier umgebracht werden, ist das natürlich keine allzu schöne Angelegenheit. Der junge Arran entschließt sich infolgedessen, selber in den Rang eines Zauberers aufzusteigen und es dem bösen Nightcaster heimzuzahlen. Im gleichnamigen Action-Rollenspiel für die Xbox darf man sich nun auf die Suche nach dem Bösewicht machen.
/ Thorsten Wiesner
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Von Beginn an wird man dabei von der kunterbunten, fantasievollen Grafik beeindruckt, die zwar nicht immer sehr detailliert, dafür aber zumeist sehr liebevoll und ein wenig kindlich wirkt. Wer jetzt allerdings ein komplexes Rollenspiel mit vielfältigen Handlungsmöglichkeiten erwartet, wird enttäuscht. Zumeist ist das Niedermetzeln von Bösewichten die einzige Aufgabe des Spielers.

Damit hat man allerdings auch schon alle Hände voll zu tun: Von Beginn an stürzen sich Horden monströser und mal mehr, mal weniger furchterregender Kreaturen auf einen. Zur Verteidigung verfügt Arran über Zaubersprüche aus vier verschiedenen Klassen, je nach Gegnerart ist es am besten, mit Feuer, Wasser, Licht oder Dunkelheit-Zaubern zu antworten. Das "Zaubern" geschieht dabei per simplem Tastendruck, aufwendige Kampfbildschirme entfallen hier. Zeigt ein Zauber keine Wirkung, kann man allerdings auch auf den guten alten Schlag auf den Kopf zurückgreifen und die Monster so in Schach halten.

Die unzähligen Gegner sorgen leider oftmals für ein viel zu frühes Ableben, was auf Grund des nervigen Speicher-Systems schnell für Frust sorgen kann: Gespeichert wird nur an dafür vorgesehenen Ringen, die nach erstmaliger Benutzung auch noch verschwinden. Da diese Ringe recht selten sind, ist es leider immer wieder vonnöten, bestimmte Streckenabschnitte mehrmals abzulaufen.

Neben der im Großen und Ganzen hübschen Grafik sind auch Sound und Sprachausgabe positiv zu bewerten und unterstreichen die schöne Atmosphäre. Die Steuerung ist ebenfalls größtenteils gelungen, das von vielen derartigen Spielen bekannte Problem mit der in Kampfsituationen ungünstigen Kameraposition wird aber auch hier nicht vollkommen gelöst.

Entwickelt wurde das nur für die Xbox erhältliche Nightcaster von VR1 Entertainment aus Boulder, Colorado, die in Kanada und Japan weitere Studios unterhalten. Veröffentlicht wird das Spiel von Microsoft.

Fazit:
Das Problem von Nightcaster ist vor allem das unausgewogene Gameplay: Für ein Rollenspiel sind zu wenig Zaubersprüche und Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden. Action-Fans hingegen werden mit den ewig gleichen Aktionen unterfordert sein. Auf das erste wirklich gute Action-Rollenspiel für die Xbox muss also weiterhin gewartet werden, auch wenn Nightcaster zumindest in Hinsicht der Präsentation schon einiges zu bieten hat.


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