Debian GNU/Linux 3.0 freigegeben
Etwa 4.000 neue Pakete und Unterstützung für elf Prozessorarchitekturen
Das Debian-Projekt hat nach einigen Verzögerungen nun Debian GNU/Linux 3.0 alias "Woody" offiziell freigegeben. Debian ist eine freie Distribution des Betriebssystems GNU/Linux und mittlerweile auf insgesamt elf Prozessorarchitekturen verfügbar.
Mit der Aufnahme der Architekturen IA-64 (ia64), HP PA-RISC (hppa), MIPS (mips, mipsel) und S/390 (s390) unterstützt Debian GNU/Linux jetzt insgesamt elf Architekturen. Das System läuft auf Computern von Palmtops bis zu Supercomputern und nahezu allem dazwischen, inklusive der aktuellen Generation von 64-Bit-Maschinen.
Zudem ist die Version 3.0 die erste Fassung von Debian, die kryptografische Software in die Kerndistribution integriert. OpenSSH und GNU Privacy Guard sind in der herkömmlichen Installation enthalten und auch in Webbrowsern sowie Webservern, Datenbanken etc. wird starke Verschlüsselung unterstützt. Eine weitere Integration von kryptografischer Software ist für zukünftige Versionen vorgesehen. Bisher musste auf Grund von US-Exportbestimmungen kryptografische Software nachträglich in Debian installiert werden.
Auch das K Desktop Environment 2.2 (KDE) ist zum ersten Mal Teil von Debian, während der GNOME-Desktop auf Version 1.4 aktualisiert wurde. Das X-Window-System liegt jetzt in Form des stark verbesserten XFree86 4.1 vor.
Woody enthält die Versionen 2.2 und 2.4 des Linux-Kernels. Zusammen mit einer erweiterten Unterstützung für neue Hardware (wie z.B. USB) und deutlich spürbaren Verbesserungen in Sachen Anwenderfreundlichkeit und Stabilität bietet der 2.4er-Kernel Unterstützung für die Journaling-Dateisysteme ext3 und reiserfs.
Darüber hinaus wartet Debian GNU/Linux 3.0 mit einer modernisierten Installation auf, die in viele Sprachen übersetzt ist. Das Task-System wurde überarbeitet und mit dem Werkzeug debconf soll die Konfiguration des Systems noch einfacher und benutzerfreundlicher werden.
Debian GNU/Linux kann von CD oder übers Netz mit einigen Disketten installiert werden. In Kürze dürften aber auch CD-ROMs von zahlreichen Herstellern angeboten werden.
Der Umstieg von früheren Versionen auf GNU/Linux 3.0 wird automatisch vom Paket-Management-Werkzeug APT ausgeführt. Wie üblich sollen sich Systeme mit Debian GNU/Linux problemlos im laufenden Betrieb aktualisieren lassen, ohne dass Auszeiten erzwungen werden.
Mit Debian 3.0 liegt zudem das erste Release von Debian vor, das kompatibel zur Version 2.2 des Dateisystems Hierarchy Standard (FHS) ist. Debian GNU/Linux unterstützt darüber hinaus Software, die für die Linux Standard Base (LSB) entwickelt wurde, obwohl Debian noch nicht für LSB zertifiziert ist. Zudem unterstützt das Release offizielle Build-Abhängigkeiten, die beim Bauen der Pakete aus dem Quellcode helfen. Das neue APT-Pinning soll außerdem eine einfache partielle Aktualisierungen zum testing- oder unstable-Zweig von Debian erlauben.
Für eine vereinfachte Paketauswahl liegt das Programm aptitude als Alternative für das in die Jahre gekommen Programm dselect bei. Insgesamt wurden ungefähr viertausend neue Software-Pakete zur Distribution Debian GNU/Linux 3.0 hinzugefügt.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Ich bin apsolut neu, habe eine HP-PA RISC C360 Maschine ohne Doku. Es ist mir gelungen...
apt-get & dpkg sind mit den richtigen parametern absolut vorzüglich.
Hi! Ist es nicht so, daß die Abhängikeiten in den Paketen selbst eingetragen sind, so...
Updates in Debian sollte man doch besser mit dselect machen, statt mit apt-get. dselect...