Handsprings Smartphone Treo hat doch ein Flash-ROM
Vor etwa einer Woche erfuhr Golem.de, dass alle Treo-Smartphones mit einem Flash-ROM-Baustein ausgerüstet sein sollen, was etwa fünf Tage später durch einen Bericht(öffnet im neuen Fenster) auf der TreoCentral-Website(öffnet im neuen Fenster) bestätigt wurde. Darin wurde ausführlich beschrieben, wie man zusammen mit Brayder herausgefunden hatte, dass die Treo-Smartphones entgegen den bisherigen Annahmen doch einen Flash-ROM-Baustein besitzen. Genau genommen enthalten die Smartphones sogar zwei Flash-ROM-Chips: Der eine mit 2 MByte Speicherplatz steht allein für das Telefonmodul zur Verfügung, während ein weiterer Chip mit 4 MByte das Betriebssystem PalmOS beherbergt.
Um den Flash-ROM-Baustein nicht nur für kommende Updates zu nutzen, kann man sich zusätzlichen Speicherplatz beschaffen, indem man die beiden kostenpflichtigen Brayder-Tools JackFlash und JackSprat kauft. Während man mit JackFlash beliebige PalmOS-Daten in das Flash-ROM verschieben kann, schaufelt JackSprat zusätzlichen Speicherplatz frei. Da das Flash-ROM im Treo mit dem PalmOS bis aufs letzte Byte gefüllt ist, benötigt man zwingend beide Tools zur Verwendung des Flash-ROMs als zusätzlichen Speicherplatz. JackSprat beschert freien Flash-ROM-Speicher, indem nicht benötigte Sprachversionen des PalmOS oder einzelne Programme aus dem Flash-ROM entfernt werden. Das PalmOS in den Treo-Smartphones bietet bei der Erst-Installation mehrere verschiedene Sprachfassungen des Betriebssystems zur Auswahl an, so dass das gleiche Gerät in mehrere Länder ausgeliefert werden kann.
Mit Hilfe von JackSprat soll man durch das Entfernen von ungenutzten Sprachversionen des PalmOS mindestens 1,2 MByte freien Speicher erhalten. Weiteren Speicherplatz gewinnt man, indem man einzelne Applikationen aus dem Flash-Speicher entfernt, die man nicht benötigt. Wer etwa einen alternativen Aufgabenplaner oder eine andere Merkzettel-Applikation verwendet, kann diese aus dem Flash-ROM entfernen und damit Platz gewinnen. Man sollte sich jedoch davor hüten, den Kalender+ aus dem Flash-ROM zu verbannen, weil derzeit nur dieser den Vibrationsalarm für Termine unterstützt.
Im freien Flash-Speicher kann man Applikationen ablegen, aber auch wichtige Daten sichern, denn das Flash-ROM behält auch ohne Stromversorgung immer alle Daten. Im Flash-ROM abgelegte Programme werden ganz normal im PalmOS angezeigt und der Anwender bekommt den Unterschied gar nicht mit, weil Lesezugriffe auf das Flash-ROM ähnlich schnell sind wie auf das normale RAM. Allerdings dürfen keine Konfigurationsdateien oder Daten von Programmen in das Flash-ROM verschoben werden, weil diese eben von diesen Programmen veränderbar bleiben müssen, was nur funktioniert, wenn diese im RAM liegen.
Handspring verschweigt die Tatsache weiterhin, dass die Treo-Smartphones 180, 180g und 270 ein Flash-ROM besitzen und begründet das damit, dass man diese Tatsache nicht weiter bewerben wolle. Der reine Treo-PDA 90 hat nach Aussage von Handspring hingegen tatsächlich nur einen ROM-Baustein. Zurzeit wird der PalmOS-PDA aber nicht nach Deutschland geliefert. Ob er hier zu Lande auf den Markt kommen soll, steht noch nicht fest.
Zusammen im Paket bietet Brayder JackFlash und JackSprat ab sofort über die Brayder-Homepage(öffnet im neuen Fenster) zum Preis von 26,95 US-Dollar an. Wer bereits registrierter Kunde von JackFlash ist und das Produkt in den vergangenen sechs Monaten bestellt hat, erhält die aktuellen Beta-Versionen auf Anfrage(öffnet im neuen Fenster) auch kostenlos. Für alle übrigen JackFlash-Kunden bietet Brayder ein preiswerteres Update ebenfalls auf Anfrage(öffnet im neuen Fenster) ab 9,95 US-Dollar an. Derzeit stehen beide Programme aber nur als Beta-Versionen zur Verfügung, so dass man seine Daten auch im Flash-ROM sehr gewissenhaft sichern sollte, bevor man die Programme nutzt.
Alle Angaben zum Thema ROM/Flash-ROM im Treo-Smartphone wurden in den bisherigen Berichten auf Golem.de bereits entsprechend aktualisiert. Auch in den beiden Tests zum Treo 180 und Treo 270 stimmen die Angaben nun mit den aktuellen Erkenntnissen überein.



