SAP: Wertberichtigungen führen zu negativem Konzernergebnis
Umsatz im zweiten Quartal geht auf 1,78 Milliarden Euro zurück
Am 11. Juli hatte SAP bereits vorläufige Zahlen für das zweite Quartal vermeldet. Nun liegen die endgültigen Zahlen vor: Im zweiten Quartal des Jahres 2002 reduzierte sich der Umsatz, verglichen mit dem Vorjahresquartal, um 4 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, gegenüber 1,85 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2001. Dennoch steht auf Grund von Wertberichtigungen bei Commerce One unter dem Strich erstmals in der Unternehmensgeschichte von SAP ein Minus.
Das operative Ergebnis für das zweite Quartal ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen belief sich auf 324 Millionen Euro gegenüber 424 Millionen Euro im zweiten Quartal 2001. Die Marge beim operativen Ergebnis sank von 23 auf 18 Prozent. Das Ergebnis nach EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) betrug 377 Millionen Euro, das Konzernergebnis ohne Berücksichtigung akquisitionsbedingter Aufwendungen und Wertminderungen bei Minderheitsbeteiligungen ging um 25 Prozent auf 175 Millionen Euro zurück.
"In diesem schwierigen Marktumfeld bleibt SAP bei seinen erfolgreichen Leitlinien: langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und marktführende Softwarelösungen zu entwickeln", sagt Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. "Wir werden weiter kontinuierlich unsere Geschäftsmodelle verbessern, um die neuen Anforderungen des Marktes anzunehmen und zu bestehen."
Im 1. Halbjahr 2002 stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 3,44 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei 561 Millionen Euro.
"Auch bei diesen herausfordernden ökonomischen Bedingungen haben wir im ersten Halbjahr 2002 unseren Marktanteil gegenüber den Wettbewerbern weiter ausgebaut", sagt Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP AG. "Diesen Trend werden wir mit kontinuierlicher Produktentwicklung und umfassender Forschung und Entwicklung fortsetzen. Der gesamte Markt, aber insbesondere unsere Kunden, erkennen mehr denn je den Nutzen und Wert unseres umfassenden Lösungsportfolios."
In Einklang mit den amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften US-GAAP wurde das Finanzergebnis der SAP im zweiten Quartal durch Wertminderungen bei Minderheitsbeteiligungen, insbesondere der rund 20 Prozent Beteiligung an Commerce One, belastet. Diese Wertminderungen in Höhe von 409 Millionen Euro sei allerdings nicht wiederkehrend und nicht zahlungswirksam. Einschließlich der Wertminderungen hat SAP im zweiten Quartal einen Konzernverlust von 232 Millionen Euro ausgewiesen.
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